en  fr  de
  1. Startseite
  2.  > 
    Resources
  3.  > 
    Glossare des EFSZ

Mehrsprachiges Glossar von Schlüsselbegriffen in der Sprachenbildung

Diese Seite bietet einen Überblick über die wichtigsten Begriffe, Definitionen und Referenzen, die seit 2012 in EFSZ-Projekten verwendet werden. Das Ziel dieser Zusammenstellung ist:
  • einen einfachen Zugang zur EFSZ-Terminologie zu bieten;
  • die Schaffung einer mehrsprachigen Terminologie durch zwei- bzw. dreisprachige Glossare zu fördern;
  • die Rolle von Glossaren bei der Gewährleistung einer soliden theoretischen Grundlage für praxisorientierte EFSZ-Projekte und -Ressourcen hervorzuheben.
Terms in English
Termes en français
Begriffe auf Deutsch
Terms in
international sign

  
Alle  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y
 
1 
Gefundene Begriffe: 93
Pages count: 1

Agency

In der Soziologie und Philosophie ist Agency die Fähigkeit einer Entität (einer Person oder einer anderen Entität, eines Menschen oder eines Lebewesens im Allgemeinen), in jeder Umgebung zu handeln. Eine handelnde Person (Agent) engagiert sich in der sozialen Struktur. Agency kann unbewusstes, unwillkürliches oder willkürliches Verhalten sein, Handlung mit einem bestimmten Zweck (vorsätzliche Handlung).

Schlüsselwörter

  • Handlung
  • Handlung/Aktion
  • Sich in der sozialen Struktur engagieren
  • Handelnde Person (Agent)
  • Bewusste oder vorsätzliche Tätigkeit

Bandura Albert (2001), “Social cognitive theory: An agentic perspective”, Annual Review of Psychology, 52, p. 1-26.


Begriff auf Englisch:
Agency

In sociology and philosophy, agency is the capacity of an entity (a person or other entity, human or any living being in general) to act in any given environment. An agent is an individual engaging with the social structure. Agency may either be classified as unconscious, involuntary behaviour, or purposeful, goal directed activity (intentional action).

Key words

  • Act
  • Activity / Action
  • Engaging with the social structure
  • Agent
  • Directed activity
Begriff auf Französisch:
agentivité

En sociologie et en philosophie, l’agentivité est la capacité d’une entité (un individu ou autre entité, humaine ou tout être vivant en général) d’agir dans n’importe quel environnement. An agent est un individu qui s’engage dans la structure sociale. L’agentivité peut être inconsciente, un comportement involontaire ou volontaire, une action ayant un objectif précis (action intentionnelle).

Mots clés

  • Acte
  • Agir / Action
  • S’engager dans la structure sociale
  • Agent
  • Activité consciente ou intentionnelle

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

Aktionsforschung

Eine Lehrperson erforscht systematisch einen Aspekt ihres Unterrichts und verändert ihre Unterrichtspraxis.

„Eine Form der selbstreflexiven Untersuchung durch die beteiligten Personen, die durchgeführt wird, um ein vertieftes Verständnis ihrer eigenen Praxis zu gewinnen in Hinblick auf eine Maximierung der sozialen Gerechtigkeit. (Carr & Kemmis, 1986: 162: Übersetzung des ARC-Teams).


Carr W. and Kemmis S. (1986), Becoming critical: Education, knowledge and action research, Falmer Press, London, p. 162.


Begriff auf Englisch:
Action research

A teacher decides to systematically investigate an aspect of his/her practice and take action to change it.

“A form of self-reflective inquiry by participants, undertaken in order to improve understanding of their practices in context with a view to maximizing social justice” (Carr & Kemmis, 1986, p. 162).

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Analysegespräch

Das Analysegespräch ermöglicht es, sich wichtige Merkmale von Situationen, die erforscht werden sollen, stärker ins Bewusstsein zu rufen. Es findet meist in Gruppen statt. Die AktionsforscherIn liefert Informationen zu der betreffenden Situation, anschließend stellen die Gruppenteilnehmenden Fragen, um das Verständnis für Zusammenhänge zu vertiefen. Kritisches Hinterfragen wird dabei nicht zugelassen (Altrichter, Posch, Spann 2018: 74).


Altrichter A., Posch P. and Spann H. (2018), LehrerInnen und Lehrer erforschen ihren Unterricht, Klinkhardt, Heilbrunn, p. 74.


Begriff auf Englisch:
Analytical discourse

Analytic discourse allows an action researcher to increase awareness of the important characteristics of a situation. It is usually carried out in a group. The action researcher provides the group with information on the situation and then the group members pose questions to gain a comprehensive understanding of the situation. Critical comments should not be allowed (Feldman, Altrichter, Posch & Somekh, 2018: 100-101).

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Anpassung

Die Anpassung und Modifizierung der Forschungsfrage nach einem ersten Schritt und auf der Grundlage erster Erkenntnisse oder Beobachtungen.


Begriff auf Englisch:
Readjustment

Adaptation of the research question after the first steps and as a consequence of initial insights or observation.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Auf Stärken aufbauen

In Bezug auf die Forschungsfrage von den eigenen beruflichen Wertvorstellungen ausgehen und diese dann überprüfen und weiterentwickeln.


Begriff auf Englisch:
Building on strengths

Starting with one’s own professional values, developing his/her research question and then testing and developing it further.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Aufnahmen

Video- oder Audioaufzeichnungen; eine Methode der Aktionsforschung, die es erlaubt, nach dem Unterricht bestimmte Aspekte genauer zu beobachten und eventuell Aufnahmen von unterschiedlichen Stunden miteinander zu vergleichen.


Begriff auf Englisch:
Recordings

Video or audio recordings; an action-research method that allows researchers to observe details after the lesson and/or compare sections of different lessons.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Bedeutung schaffen

In Überarbeitung

Sprache konstruiert und interpretiert den Sinn/die Bedeutung der Lehrplaninhalte. Der Akt des Lehrens eines bestimmten Inhaltes kann als Kommunikationsprozess verstanden werden, als Akt der Bedeutungsaushandlung, -schaffung und der Vorstellung dieser Bedeutung durch die Lehrperson bei dem die Bedeutung, die durch Sprache realisiert wird, in besonderer Weise bemerkbar wird.

In ähnlicher Weise bedeutet für den Lerner Lernen in erster Instanz, die Sprache die Lehrer und Schüler beim Lernen benutzen, oder auf denen Lehrmaterialien beruhen, zu entschlüsseln. Das bedeutet, dass Lerninhalte nur dann gelernt werden können, wenn die Sprache und die Fähigkeit, die Sprache zu gebrauchen, die diese Inhalte weitergibt, entsprechend entwickelt ist. Auf der anderen Seite können auch die Lerninhalte dazu dienen, diese Art von Sprache weiter zu entwickeln. (cf. EUCIM-TE Projekt und IALT).

Note:

European Core Curriculum for Mainstreamed Second Language Teacher Education (EUCIM-TE), www.eucim-te.eu.

European Core Curriculum for Inclusive Academic Language Teaching (IALT)


Begriff auf Englisch:
Making meaning

Under review

Language both constructs and interprets the meaning of content in the curriculum. The act of teaching a particular part of the curriculum content can be understood as a communication process, in which meaning realised by the use of language is the most salient.

Likewise, for students to learn any part of curriculum content means, first and foremost, to make sense of the language used by the teacher and other students in classroom activities, and in the teaching materials involving both spoken and written language. Thus learning curriculum content on the one hand cannot be accomplished effectively without learning and using the language that communicates the meaning of the content, while at the same time curriculum content learning can be used as a powerful means for language development (cf. EUCIM-TE project and IALT).

Note:

European Core Curriculum for Mainstreamed Second Language Teacher Education (EUCIM-TE), www.eucim-te.eu.

European Core Curriculum for Inclusive Academic Language Teaching (IALT)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Befürwortung

Unterstützung für eine bestimmte strategische Richtung oder Maßnahme.


Begriff auf Englisch:
Advocacy

Support for a particular policy or action.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Belege

In der Aktionsforschung sucht man an Hand von Daten (Beobachtungsbögen, Aufnahmen, Fragebögen, Gespräche) nach Belegen zur Klärung der Forschungsfrage. Diese Belege helfen der Lehrperson dabei, ihren Unterricht besser zu verstehen und weiterzuentwickeln.


Begriff auf Englisch:
Evidence

In the case of action research it is the collection of data (observation protocols, photos, questionnaires, conversations), which help the teacher-researchers to increase understanding of, and improve their teaching.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Benachteiligte Lernende

Benachteiligte Schülerinnen und Schüler können nur in der Schule das breite Spektrum der kulturellen Codes im Kontext des formalen Sprachgebrauchs lernen (Fleming 2009: 21)[1]. Darin unterscheiden sie sich von der Gruppe der Kinder, die davon profitieren, in anderen (familiären) Zusammenhängen eine Sozialisation in den akademischen Sprachgebrauch zu erfahren (ibid.).


[1] Fleming M. (2009), Languages of schooling and the right to plurilingual and intercultural education, Report, Intergovernmental Conference Strasbourg (8-10 June 2009), Council of Europe (Language Policy Division), Strasbourg, available at https://rm.coe.int/16805a2350.


Begriff auf Englisch:
Vulnerable learners

Vulnerable learners are students who “are dependent on school to help them understand and learn the wide spectre of cultural codes embedded in formal language use” (Fleming 2009: 21)[1]; in this, they are different from the group of children who “benefit from backgrounds which automatically offer socializing into academic uses of language” (ibid.).

Begriff auf Französisch:
apprenants vulnérables

Les apprenants vulnérables sont des élèves qui « ne peuvent comprendre et acquérir le large spectre des codes culturels associés à l’usage formel du langage que dans le contexte scolaire » (Fleming, 2009: p. 25)[1]) ; en cela, ils se distinguent du groupe d’enfants issus de milieux où « la socialisation de l’enfant passe sans effort par un usage scolaire du langage< » (ibid.).

Website der EFSZ-Ressource: Ein Wegweiser für Schulen zur Förderung der Unterrichtssprache(n) (2016-2019)

Beobachtung

Die Unterrichtsbeobachtung setzt man gewöhnlich zur Analyse und zum kritischen Hinterfragen des Unterrichts ein.


Begriff auf Englisch:
Observation

Conscious examination and scrutiny of teaching, usually involves watching teaching.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Bereich

Im WEGWEISER bezieht sich der Begriff „Bereich“ auf die neun thematischen Aspekte, die eine zentrale Rolle für die Gestaltung und Entwicklung einer Schulkultur spielen, wenn eine schulumfassende Förderung der Schulsprache(n) angestrebt wird. Die „Bereiche“ überschneiden sich teilweise und hängen eng zusammen. Die „Bereiche“ sind wie folgt betitelt: Bewusstsein für die sprachliche Dimension, Entwicklung von sprachlichem Wissen und Fertigkeiten, Metasprachliches Bewusstsein, Rolle der Sprachen beim Lernen, Einstellungen zu Sprachen, Förderung des informellen Sprachenlernens, Sprachenressourcen in der Schule, Orientierung von neu ankommenden Schülerinnen und Schülern und Familien, und Fachliche Weiterbildung.


Begriff auf Englisch:
Area

In the ROADMAP, area refers to the nine thematic aspects which are seen essential in designing and developing a school culture that aims to develop the whole school approach to support language/s of schooling. These areas are partially overlapping, and certainly interrelated. The areas are as follows: Awareness of language dimension, Developing language knowledge and skills, Metalinguistic awareness, Role of languages in learning, Attitudes towards languages, Promoting informal language learning, Language resources at school, Orienting newcomer students and families, and Professional development.

Begriff auf Französisch:
domaine

Dans la FEUILLE DE ROUTE, le terme « domaine » fait référence aux neuf aspects thématiques qui sont considérés comme essentiels dans la conception et le développement d'une culture scolaire visant à développer l’approche globale de l’école pour soutenir la/les langues de scolarisation. Ces domaines se chevauchent partiellement et sont certainement inter-reliés. Les domaines sont les suivants : Conscience de la dimension linguistique, Développement des connaissances et compétences linguistiques, Conscience métalinguistique, Rôle de la langue dans l’apprentissage, Attitudes à l’égard des langues, Promotion de l’apprentissage informel des langues, Connaissance des ressources linguistiques en présence, Accompagner les nouveaux arrivants et leurs familles, et Formation professionnelle.

Website der EFSZ-Ressource: Ein Wegweiser für Schulen zur Förderung der Unterrichtssprache(n) (2016-2019)

Berufliche Weiterbildung

Lehrende verstehen sich auch als Forschende in Bezug auf ihren eigenen Unterricht. Lehrerinnen und Lehrer entwickeln ihre fachliche Kompetenz. „Indem sie ihre eigenen Fragen formulieren, Daten sammeln und analysieren, um diese Fragen zu beantworten, bilden sich Lehrende fachlich weiter“ (Loucks-Horsley, Hewson, Love & Stiles 1998: 7, zitiert in Feldman, Altrichter, Posch & Somekh 2018: 302). (Übersetzung des ARC-Teams)


Loucks-Horsley S., Hewson P., Love N. & Stiles K. (1998), , Thousand Oaks, Corwin Press, CA.

Feldman A., Alrichter A., Posch P. & Somekh B. (2018), Teachers investigate their work: An introduction to action research across the professions, 3rd edition, Routledge, London.


Begriff auf Englisch:
Professional development

The understanding of one’s own role as a teacher and a researcher of one’s own practice. Teachers develop their competencies “By formulating their own questions and by collecting and analyzing data to answer these questions, teachers grow professionally.” (Loucks-Horsley, Hewson, Love & Stiles 1998: 7, cited in Feldman, Altrichter, Posch & Somekh 2018: 302)

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Bestandsaufnahme

Sich einen Überblick über eine Situation verschaffen.

Sich darüber informieren, wie die verschiedensten Sprachenverbände funktionieren, wie sie die Vernetzung ihrer Mitglieder unterstützen und welchen Einfluss sie auf Innovationen in Bezug auf Mehrsprachigkeit haben.


Begriff auf Englisch:
Mapping

To get a survey on a situation.

To get information on how a wide range of language associations are organised, how they support their own networks of members and what impact do they have on policy reform supporting multilingualism.

Begriff auf Französisch:
recensement

Etudier une situation particulière.

Se procurer des informations montrant comment un large éventail d’associations linguistiques sont organisées, comment elles soutiennent leurs réseaux de membres et l’impact qu’elles ont sur les réformes politiques visant à soutenir le multilinguisme.

Website der EFSZ-Ressource: Sprachennetzwerke stärken (2008-2011)

Bildungsreformen

In Überarbeitung

„Der Prozess, der auf einen Wandel in der Bildung hinwirkt. Aktionsforschung macht Lehrerinnen und Lehrer zu AkteurInnen bei der Gestaltung und Umsetzung von Bildungsreformen.“ (Elliott 2015: 19) [Übersetzung des ARC-Teams]


Begriff auf Englisch:
Educational change

Under review

“The process whereby education is changed and becomes different. Action research involves teachers in making and creating worthwhile educational change.” (Elliott 2015: 19)

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Bildungssprache

Die „Bildungssprache“ ist die Art von Sprache, die notwendig ist, um erfolgreich an kognitiv anspruchsvollen und kontextreduzierten,altersgerechten Aktivitäten teilzunehmen, sie zu verstehen und zu kommunizieren (Himmele & Himmele, 2009[1]). Sie wird normalerweise im Unterricht gelernt (Chamot & O’Malley, 1994[2]).


[1] Himmele P. & Himmele W. (2009), The language-rich classroom: A research-based framework for teaching English language learners, ASCD.

[2] Chamot A. U. & O’Malley J. M. (1994), The CALLA handbook: Implementing the cognitive academic language learning approach, Addison-Wesley Publishing Company, New York.


Begriff auf Englisch:
Academic language

Academic language is the type of language necessary to successfully participate in, comprehend, and communicate in cognitively demanding and context-reduced, age-appropriate activities (Himmele & Himmele, 2009[1]). It is not usually learned outside the classroom setting (Chamot & O’Malley, 1994[2]).

Begriff auf Französisch:
langue académique

La langue académique est le type de langue nécessaire pour participer, comprendre et communiquer avec succès dans des activités cognitives exigeantes et adaptées à l’âge et au contexte (Himmele & Himmele, 2009[1]). Elle n'est généralement pas apprise en dehors du cadre de la classe (Chamot & O’Malley, 1994[2]).

Website der EFSZ-Ressource: Ein Wegweiser für Schulen zur Förderung der Unterrichtssprache(n) (2016-2019)

Bottom-Up-Ansatz

Eine Gelegenheit für Lehrkräfte, im Unterricht Veränderungen vorzunehmen und so die Praxis vor Ort zu verbessern. Die Aktionsforschung ist ein Beispiel für einen Bottom-up-Ansatz. Sie steht im Gegensatz zu Top-Down-Ansätzen, bei denen Veränderungen der Praxis von Personen in Machtpositionen, d.h. vom Management, beschlossen werden.


Begriff auf Englisch:
Bottom-up approach

An opportunity for classroom practitioners to make changes and enhance practice on the ground. Action research is an example of a bottom-up approach. It stands in opposition to top-down approaches where changes to practice are decided on by people in positions of power, i.e. management.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

CLIL

Content and Language Integrated Learning (CLIL) ist „ein dual fokussierender Bildungsansatz, in dem eine weitere Sprache verwendet wird, um sowohl die Sprache als auch den Inhalt zu vermitteln und zu lernen“. CLIL ist ein recht weiter Begriff und kann definiert werden als „ein übergeordneter Begriff, der ein Dutzend oder mehr Bildungsansätze (z.B. Immersion, bilingualer Unterricht, […] und erweiterte Sprachenprogramme) umspannt“.

Mehisto P., Marsh D. & Frigols M. J. (2008), Uncovering CLIL, Macmillan Education, Oxford, S. 9 und 12.
(Übersetzung der Definition: Petra Daryai-Hansen, Satu Koistinen, Beate Lindemann, Evangélia Moussouri.)


Begriff auf Englisch:
CLIL Content and Language Integrated Learning (CLIL) is “a dual focused educational approach in which an additional language is used for learning and teaching of both content and language”. CLIL is a widely used term and can be defined as an “umbrella term covering a dozen or more educational approaches (e.g., immersion, bilingual education, [...] and enriched language programmes”. 
Begriff auf Französisch:
EMILE L’enseignement d’une matière par l’intégration d’une langue étrangère (EMILE) est « une approche éducative à double objectif dans laquelle une langue supplémentaire est utilisée pour l’apprentissage et l’enseignement à la fois du contenu et de la langue ». EMILE est un terme largement utilisé et peut être défini comme un « terme général couvrant une douzaine d’approches éducatives ou plus (par exemple, l’immersion, l’éducation bilingue, [...] et les programmes linguistiques élargis ». 

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

CLIL im Sprachenunterricht

CLIL im Sprachenunterricht bedeutet, dass Inhalte aus anderen (Sach-)Fächern in den Sprachenunterricht integriert werden, z.B. indem Materialien aus den Fächern Biologie, Geschichte oder Kunst im Sprachenunterricht verwendet werden.

Begriff auf Englisch:
CLIL in the language classroom CLIL in the language classroom means that content from other subjects is integrated in language teaching, e.g. by using materials from biology, history or art in foreign language education.
Begriff auf Französisch:
EMILE en classe de langue EMILE en classe de langue signifie que le contenu d’autres matières est intégré dans l’enseignement des langues, par exemple en utilisant des matériaux de biologie, d’histoire ou d’art dans l’enseignement des langues étrangères.

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

CLIL LOTE in anderen Fächern

CLIL in anderen Fächern bedeutet, dass Sprachen, die nicht Unterrichtssprachen sind, in Sachfächern benutzt werden, z.B. wenn man Texte auf Französisch oder Spanisch als zusätzliche Sprache(n) in Fächern wie Gesellschaftskunde liest.

Begriff auf Englisch:
CLIL in other subjects CLIL in other subjects means that languages that are not the language of schooling are used in subject teaching, e.g. by reading texts in French or German as additional language in social sciences.
Begriff auf Französisch:
EMILE dans d’autres matières EMILE dans d’autres matières signifie que des langues qui ne font pas partie de langues de scolarisation sont utilisées dans l’enseignement des matières, par exemple en lisant des textes en français ou en allemand comme langue supplémentaire en sciences sociales.

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

CLIL/CLILiG Sprache im Fachunterricht, CLIL auf Deutsch

Fachunterricht (z.B. Geografie, Geschichte) in der Fremdsprache.


Begriff auf Englisch:
Content & Language Integrated Learning / CLIL in German

Teaching the content of subjects in a foreign language (e.g. geography, history).

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Datenerhebung

Das Ermitteln, Sammeln und Auswerten von unterschiedlichen Daten (z.B. Memos, Fragebögen) eines Aktionsforschungsprojekts.


Begriff auf Englisch:
Data collection

To identify, collect and evaluate different types of data for an action research project (e.g. memos, questionnaires).

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Dimension

Der Begriff „Dimension“ wird verwendet, um eine Unterkategorie eines „Bereichs“ zu bezeichnen. Jede Dimension veranschaulicht die Prinzipien, Ansätze, Verfahren oder konkreten Aktionen, die für die Umsetzung des jeweiligen „Bereichs“ in der Schulpraxis stehen. Sie ermöglichen die Entwicklung eines schulumfassenden Ansatzes zur Förderung der Schulsprache(n). Die „Dimensionen“ werden im Tool zur Selbstevaluation in Form von Aussagen dargestellt, die von den verschiedenen Interessengruppen bewertet werden.

Beispiel: Der Bereich „Bewusstsein für die sprachliche Dimension“ umfasst die folgenden drei „Dimensionen“:

  • Betonung des sprachlichen Lernens,
  • Als Sprachvorbilder agieren,
  • Die Bedeutung von herausfordernden Aufgaben.

Begriff auf Englisch:
Dimension

The concept dimension is used to indicate a subcategory of an area. Each dimension illustrates the principles, approaches, procedures or concrete actions manifesting the implementation of the particular area into the school practices. They enable the development of the whole school approach to support language/s of schooling. The dimensions are expressed as statements in the self-assessment tool, to be evaluated by different stakeholders.

Example: Awareness of language dimension covers the three following dimensions:

  • Emphasis on language learning,
  • Being language models,
  • Importance of challenging activities.
Begriff auf Französisch:
dimension

Le concept dimension sert à indiquer une sous-catégorie d’un domaine. Chaque dimension illustre les principes, les approches, procédures et actions concrètes liées à la mise en œuvre du domaine particulier dans les pratiques scolaires. L’ensemble de ces éléments permettent le développement de l’approche globale au niveau de l’établissement scolaire en faveur de la ou des langues de scolarisation. Dans l’outil d’auto-évaluation, les dimensions sont exprimées sous forme d’énoncés qui doivent être évaluées par les différents acteurs.

Exemple : le domaine Conscience de la dimension linguistique couvre les trois dimensions suivantes :

  • Privilégier l’apprentissage des langues,
  • Être des modèles linguistiques,
  • Importance des activités stimulantes.

Website der EFSZ-Ressource: Ein Wegweiser für Schulen zur Förderung der Unterrichtssprache(n) (2016-2019)

Diskursgemeinschaft

„Die Tatsache, dass der Begriff der Diskursgemeinschaft benutzt wird bezeugt die immer stärker werdende Überzeugung dass Diskurs von den Konventionen einzelner Gruppen – sozialer oder professioneller Art – geprägt ist. Die Pädagogik der fachübergreifenden Diskurskompetenz und der akademischen Diskurskompetenz benutzt den Begriff der ‚Diskursgemeinschaft‘, um eine Reihe von Überlegungen auszudrücken: dass die Art, wie Sprache in einer Gruppe genutzt wird Teil des sozialen Verhaltens ist; dass der Diskurs dazu beiträgt das Gruppenwissen beizubehalten und zu erweitern und dass er die Einführung neuer Mitglieder in die Gruppe erlaubt; und dass Diskurs sinnstiftend ist und dadurch grundlegend zum Wissenserwerb der Gruppe beiträgt.“ (Herzberg B. 1986)


Herzberg B. (1986), „The politics of discourse communities“, Paper presented at the CCC Convention, New Orleans, La, March 1986. (Quoted in J. M. :Swales, 1990, Genre analysis, CUP, Cambridge.)


Begriff auf Englisch:
Discourse community

“The use of the term ‘discourse community’ testifies to the increasingly common assumption that discourse operates within conventions defined by communities, be they academic disciplines or social groups. The pedagogies associated with writing across the curriculum and academic English now use the notion of ‘discourse communities’ to signify a cluster of ideas: that language use in a group is a form of social behaviour, that discourse is a means of maintaining and extending the group’s knowledge and of initiating new members into the group, and that discourse is epistemic or constitutive of the group’s knowledge.” (Herzberg B. 1986)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Diskurskompetenz

„Diskurskompetenz ist die Fähigkeit, sekundäre Diskurse und Sprachgebrauche zu kontrollieren“ (Gee 1989 zitiert in Goldoni Francis 2008: 70), und „Diskurskompetenz in einer Reihe verschiedener privater und öffentlicher Diskurse ist eng verbunden mit fortgeschrittenen fremdsprachlichen Fertigkeiten und Kompetenzen“ (Goldoni 2008: 70).


Goldoni F. (2008), “Designing a foreign language curriculum in postsecondary education drawing from the multiliteracy, functionalist and genre-based approaches”, Vigo International Journal of Applied Linguistics, Vol. 5, pp. 63-85.


Begriff auf Englisch:
Literacy

“Literacy is control of secondary discourses and uses of language” (Goldoni Francis 2008: p. 70; quoting Gee 1989), and “being literate in a wide range of private and public discourses and contexts is closely related to the notion of advancedness in a foreign language” (Goldoni 2008: p. 70).

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Diskurskompetenz des Faches

„Die spezifische Diskurskompetenz des Sachgebietes Geschichte, Wissenschaft, Mathematik, Literatur oder anderer Fachrichtungen“ (Shanahan & Shanahan 2008). Auch sekundäre Diskurskompetenz genannt.


Shanahan, T & Shanahan, C. (2008), „Teaching disciplinary literacy to adolescents: Rethinking content-area literacy“, Harvard Educational Review, Vol. 78/1, S. 40-59.


Begriff auf Englisch:
Disciplinary literacies

“literacy skills specialized to history, science, mathematics, literature or other subject matter” (Shanahan & Shanahan 2008). Also called secondary literacy.

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Dissemination

Für weite Verbreitung sorgen.

Verbreitung von Informationen über aktuelle Entwicklungen in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, über effektive Kooperation zwischen Sprachenverbänden und über die Tätigkeit des EFSZ (Europäisches Fremdsprachenzentrum des Europarates) durch konkrete Maßnahmen (Arbeitsgruppen, Publikationen, Rundschreiben, Webseiten, Webfora) für interessierte Organisationen und Personen.


Begriff auf Englisch:
Dissemination

To scatter or spread widely.

To spread information on the latest achievements in teacher education, effective language association collaboration and ECML (European Centre for Modern Languages of the Council of Europe) work through practical interventions (workshops, publications, newsletters, web sites and web fora) to interested organisations and individuals.

Begriff auf Französisch:
diffusion

Disperser ou répandre à large échelle.

Des informations sur les derniers développements dans le domaine de la formation des enseignants, sur la collaboration efficace entre les associations linguistiques et sur le travail du CELV (Centre européen pour les langues vivantes du Conseil de l’Europe) sont transmises à des organisations et des individus intéressés par le biais d’interventions pratiques (ateliers, publications, bulletins d’nformation, sites web et forums web).

Website der EFSZ-Ressource: Sprachennetzwerke stärken (2008-2011)

Dissemination, Verbreitung

Forschungsergebnisse und Einsichten zur Diskussion stellen und bekannt machen, z.B. bei einer Konferenz präsentieren oder einen Bericht über eine Aktionsforschung schreiben.


Begriff auf Englisch:
Dissemination

Sharing and communicating what has been learnt, e.g. presenting at a conference or writing an action research report.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Erneuerer

Mit Hilfe der Aktionsforschung gewinnen Lehrerinnen und Lehrer die Kontrolle über ihre eigenen fachlichen Entwicklungsprozesse und werden zu Erneuerern ihrer Lehrpraxis.


Begriff auf Englisch:
Change-agent

Teachers gain control of their own change processes and become innovators in their teaching practice with the help of action research.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Erstsprache(n)

"Erstsprache: Sprachvarietät(en), welche in der frühen Kindheit (bis zu einem Alter von zwei bis drei Jahren) erworben worden ist/sind, in der sich das menschliche Sprachvermögen erstmalig in einer natürlichen Sprache fest begründet. Dieser Begriff wird gegenüber dem Begriff Muttersprache bevorzugt, der häufig insofern ungenau ist, als dass die Erstsprache nicht unbedingt nur die der Mutter ist" (Language Policy Division (2007). Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 114). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner] "Die Erstsprachen von Migranten haben viele Ursprünge: einige sind ebenfalls europäische Sprachen, die bis zu einem gewissen Grad beiderseitiges Verständnis mit den offiziellen Sprachen bestimmter Länder zulassen und sind selbst offizielle oder regionale Varietäten. Andere sind außereuropäische Sprachen, die entweder Ähnlichkeiten aufweisen durch die koloniale Vergangenheit, die zu sprachlichem Kontakt führte, oder die im Gegenteil als sehr andersartig wahrgenommen werden. Diese sind wiederum Sprachen von Ländern bzw. großen Kulturgemeinschaften oder es sind Minderheitensprachen in den Herkunftsländern. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 56-57). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]
Familienstrategien zum Erhalt der Erstsprache solcher Gemeinschaften variieren stark und können expliziter oder impliziter Natur sein: systematischer Gebrauch der Sprache in der privaten Kommunikation, regelmäßige Besuche des Herkunftslandes, von Vereinen oder vom Bildungssystem des Aufnahmelandes ausgerichtete Kurse. Andere bringt der Druck der umgebenden Gemeinschaft und der Wunsch, Integration zu ermöglichen, dazu, die Erstvarietät zu meiden. Dennoch, dieses Aufgeben der Herkunftssprache kann von folgenden Generationen als Verlust der Identität erfahren werden, die dann versuchen, sich die linguistische Varietät wieder anzueignen, die sie hätten familiär übernehmen sollen. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 56). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]"

"Erstsprache ist der Terminus akademischen Ursprungs, der benutzt wird, um das zu benennen, was man gemeinhin unter dem Begriff Muttersprache versteht. […] Muttersprache lautet der entsprechende umgangssprachliche Terminus, welcher allerdings affektive Konnotationen, wie zum Beispiel Familie oder Herkunft, aufweist, die bei dem Terminus Erstsprache nicht vorhanden sind. Darüber hinaus ist er nicht immer korrekt, da Kinder ihre Erstsprache nicht nur von ihren Müttern erwerben und sie in einem mehrsprachigen familiären Umfeld auch mehrere Erstsprachen (zwei oder mehr) simultan erwerben können. ‚Native language‘ oder ‚heritage language‘ sind andere Termini, welche in diesem Sinne gebraucht werden und sie erwecken ähnliche Assoziationen von der Zugehörigkeit oder Identifizierung mit einer Gruppe. Es wurde festgestellt, dass diejenige Sprachvarietät, über die jemand seine Zugehörigkeit zu einer Gruppe definiert, nicht unbedingt die Erstsprache ist, sondern auch eine später erworbene Varietät sein kann. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 51). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]
Es kann auch diejenige Sprache sein, durch die das Kind beginnt die Regeln von Sprache und gleichzeitig auch die Regeln von Sprachverhalten (z.B. Wer grüßt wann auf welche Art?) zu entdecken und sich anzueignen. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 51). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]
„[Erstsprache ist] Die erste Spr., die ein Kind erwirbt. Dieser Begriff setzt potentielle Mehrsprachigkeit voraus, d.h. die Spezifizierung einer aus mehreren (möglicherweise später zu erwerbenden) Spr. als die zuerst gelernte oder in der ‚Sprachbiographie‘ eines Menschen bedeutsame Spr.“ (Glück, Helmut (Hrsg.). (2000), Metzler Lexikon Sprache. 2. erweiterte Auflage. Stuttgart/Weimar, 192).
Die Erstsprachen von Gemeinschaftsmitgliedern, die dazu gezwungen sind, sich in anderen Ländern niederzulassen, stellen eine andere Art von Minderheitensprachen dar (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 56-57). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]"


Begriff auf Englisch:
First language(s) “First language: language variety(ies) acquired in early childhood (approximately before the age of two or three years) in which the human language faculty was first acquired. This term is preferred to mother tongue, which is often inaccurate as the first language is not necessarily that of the mother alone” (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 114).

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Evaluation

In Überarbeitung

Die vier Ebenen der Evaluation von Trainingseinheiten nach Kirkpatrick

Diese Tabelle illustriert die grundlegende Struktur von Kirkpatrick im Überblick. Dieser Überblick bezieht sich nicht direkt auf Aus- und Fortbildungsprogramme im Bildungskontext, aber er kann im weiteren Sinne als Instrument zur Reflexion im LACS-Projekt verwendet werden (ohne zu vergessen, dass es zu diesem Thema auch viele andere Modelle gibt).

In Anlehnung an die Definition von „Evaluation“ auf der Webseite „Public Policy“ (Version vom 2. Oktober 2009), dient Evaluation dazu, die positiven Ergebnisse einer Strategie, einer Maßnahme oder einer Aktivität zu beurteilen. Es bezieht sich auf das systematische Sammeln, Analysieren und Interpretieren von Daten, die den Bedarf, die Gestaltung, die Durchführung und das Ergebnis der Maßnahme oder Handlung betreffen. Die Daten können quantitativ und qualitativ sein. Es gibt verschiedene Verfahren der Evaluation, je nach Zielsetzung, Kontext und der gewünschten Wirkung der Maßnahme/Aktivität. Die verwendete Methodologie muss gerechtfertigt sein mit besonderem Blick auf ethische Belange. Ein Beispiel für Evaluation nach Kirkpatricks Evaluationstheorie1 (1994) legt nahe, dass diese auf vier Ebenen eingesetzt werden kann:
  • Reaktion oder Gedanken und Gefühle;
  • Lernen oder Zuwachs an Wissen oder Fähigkeiten;
  • Verhalten oder Ausmaß der Anwendung;
  • Ergebnisse oder die Wirkung des veränderten Verhaltens.


Anderson-Sabourin

Kirkpatrick D. (1994), Evaluating training programs.


Begriff auf Englisch:
Evaluation

Under review

Kirkpatrick's four levels of training evaluation

This grid illustrates the basic Kirkpatrick structure at a glance. It relates specifically to training programmes not aimed specifically at educational contexts, but can be used more broadly as a tool for reflection in the LACS project (bearing in mind that there are many other models available).

Drawing on and adapting the definition of ‘evaluation’ on the Public Policy website (accessed 2 October 2009), evaluation is designed to judge the benefits of a policy, intervention or activity. It involves the systematic collection, analysis and interpretation of data concerning the need, design, implementation and impact of the intervention or activity. Data can be quantitative and qualitative in nature. There is no single way of carrying out an evaluation, as it depends on the purpose, context and the desired impact. The methodology should therefore be justified, with due regard for ethical issues. One example of evaluation, based on Kirkpatrick’s (1994) evaluation theory1, suggests that it can operate at four levels:

  • reaction, or thoughts and feelings;
  • learning, or increased knowledge or capability;
  • behaviour, or the extent of implementation or application;
  • and results, or the effects of the changed behaviour.

Begriff auf Französisch:
évaluation

En cours de révision

Les quatre niveaux de l’évaluation d’une formation par Kirkpatrick

Cette grille illustre la structure de base de Kirkpatrick de manière simple. Elle se rapporte de façon spécifique aux programmes de formation ne visant pas particulièrement les contextes éducationnels, mais peut être utilisée plus largement comme instrument de réflexion dans le cadre du projet LACS (en gardant néanmoins à l’esprit qu’il existe de nombreux autres modèles).

Sur la base de la définition, adaptée au cas présent, du terme « évaluation » disponible sur le site web Public Policy (version du 2 octobre 2009), l’évaluation a pour but de juger les effets engendrés par une politique, une intervention ou une activité. Ce processus implique la collection, l’analyse et l’interprétation systématique de données concernant la nécessité, la conception, la mise en œuvre et l’impact de cette intervention ou activité. Les données en question peuvent être de nature quantitative ou qualitative. Il existe plusieurs manières de mener une évaluation en fonction de ses objectifs, de son contexte et de l’impact souhaité. La méthodologie adoptée devrait donc être justifiée en portant une attention particulière aux questions éthiques. Un exemple d’évaluation, basé sur la théorie de l’évaluation de Kirkpatrick (1994)1, suggère que celle-ci peut porter sur quatre éléments :

  • la réaction, c’est-à-dire les pensées et les sentiments ;
  • l’apprentissage, c’est-à-dire l’accroissement des connaissances et capacités ;
  • le comportement, c’est-à-dire l’étendue de la mise en œuvre ou de l’application ;
  • et les résultats, c’est-à-dire les effets de ce changement de comportement.

Website der EFSZ-Ressource: Sprachennetzwerke stärken (2008-2011)

Forschende Lehrende

Jede Lehrerin und jeder Lehrer kann Forschung betreiben. Damit sind nicht nur akademische Fortbildungen oder das Verfassen von Publikationen gemeint, sondern es betrifft darüber hinaus die Untersuchung der eigenen Praxis und die Reflexion darüber.


Begriff auf Englisch:
Teacher researcher

Every teacher can become a researcher. Of course this does not just mean academic studies and related publications; it is more the investigation of one’s own practice and reflection on this.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Forschungsfrage

Bei der Aktionsforschung entsteht die Forschungsfrage aus eigener Praxis und Erfahrung und deren Bedeutung für den eigenen Unterricht. Es kann eine eigene Forschungsfrage formuliert werden oder eine gemeinsame im Falle eines gemeinsamen Aktionsforschungsprojektes an einer Schule.


Begriff auf Englisch:
Research question

In the case of action research, the research question arises from one’s own practice, on the basis of one’s own experience and depending on the significance it has for one’s own teaching. An individual research question can be formulated or a joint one in the case of a joint action research project at a school.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Forschungsmethoden

Die Mittel und Methoden, die zur Durchführung der Aktionsforschung eingesetzt werden.


Begriff auf Englisch:
Research methods

The means and methods adopted to conduct action research.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Fragebogen

Eine Methode der Datenerhebung in der Aktionsforschung. Eine schriftliche Umfrage, die eine Reihe von geschlossenen und/oder offenen Fragen enthält.


Begriff auf Englisch:
Questionnaire

A method of data collection used in action research. A written survey containing a series of closed and/or open-ended questions.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Fremdsprache

„Sprache, die in den von den zentralen oder obersten Bildungsbehörden festgelegten Lehrplänen als ‚Fremdsprache‘ gilt. In einigen Ländern werden Fremdsprachen auch als moderne Sprachen oder die zweite oder dritte Sprache bezeichnet. Diese Einstufung bezieht sich ausschließlich auf das Bildungswesen und betrifft nicht den politischen Status einer Sprache.“

Europäische Kommission/EACEA/Eurydice (2017), Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Eurydice-Bericht, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 141ff., verfügbar unter https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/73ac5ebd-473e-11e7-aea8-01aa75ed71a1/language-de/format-PDF.


Begriff auf Englisch:
Foreign language “A language described as such in the curriculum laid down by the central (or top-level) education authorities. In some countries, foreign languages may be referred to as modern languages or the second or third language. The description used is based on an education-related definition, unrelated to the political status of a language.”
Begriff auf Französisch:
langue étrangère « langue considérée comme telle dans le programme d’études défini par les autorités centrales (ou supérieures) de l’éducation. Dans certains pays, les langues étrangères peuvent être qualifiées de langues modernes ou de deuxième ou troisième langue. La qualification repose sur une définition liée à l’éducation et est sans rapport avec le statut politique de la langue visée. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Gedächtnisprotokoll

Eine Methode der Aktionsforschung, bei der man nach dem Unterricht kurze Notizen zu einem ausgewählten Aspekt verfasst.


Begriff auf Englisch:
Memory log

A method of action research in which short notes are written on the selected aspect of teaching, for example after class.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Genre

„Ein Genre ist eine kulturell vorbestimmte Art und Weise bestimmte Angelegenheiten zu erledigen. Dazu bedient man sich bestimmter Mustern und Abläufe, die von Mitgliedern der jeweiligen Kultur in unterschiedlichem Grad vorausgesagt werden können. Im Hinblick auf verschiedenen Schulfächer bezeichnen Genres ‚Handlungsweisen‘ (Handlungen in Kombination mit visuellen und verbalen Texten), auf die Schüler und Lehrer zur Bedeutungsaushandlung und zum Wissensaufbau zurückgreifen.“ (Polias, 2006: 49)


Polias J. (2006), „Assessing learning: a language-based approach“, in Mikael Olofsson (ed.), Symposium 2006, Nationellt Centrum för SFI, HLS, Stockholm, Sweden.


Begriff auf Englisch:
Genre

“A genre is a culturally determined way of getting things done, with patterns that can be predicted, to varying degrees, by members of a particular culture. It is a social activity that has a purpose, is enacted through stages and is realised through language. In terms of the school subjects, the genres are the ‘practices’ (actions combined with visual and verbal texts) that the teacher and students engage in.” (Polias 2006: 49)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Herkunftssprache(n)

"Herkunftssprache: Sprachvarietät, vielfach die Erstsprache, von Personen oder Gruppen, die migrieren, um in einem anderen Staat zu leben. Sie müssen sich sprachlich an ihre neue Umgebung anpassen und sie müssen, zumindest teilweise, die Sprache oder die Sprachen des Aufnahmelandes erlernen". (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 115. Hier herunterladen. Zugriff: 18. Juni 2009). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]. "Die Herkunftssprache wird als die individuelle => Erstsprache [oder Muttersprache ] von Menschen bezeichnet, die sich in einer Aufnahmegesellschaft mit einer von der Sprache/ Sprachvarietät ihres Herkunftslandes differierenden Sprache befinden. Der Terminus wird vor allem in Zusammenhang mit Migrationsprozessen verwendet, da er der räumlichen, kulturellen und sprachlichen Distanz zwischen Herkunfts- und der neuen Umgebungssprache Ausdruck verleiht. Die Herkunftssprache trägt wesentlich zur Signalisierung von Gruppenidentität bei" (Extra/Verhoeven, 1999, 9). Der Erwerb der Herkunftssprache findet bei MigrantInnen vor der Emigration direkt im Herkunftsland statt. In den nachfolgenden Generationen wird die Herkunftssprache im Immigrationsland innerhalb der Familie an die Kinder weitergegeben (sog. „intergenerationale Transmission“ nach Brizić, 2007, 197). Sie hat daher häufig die Domäne einer Familiensprache oder Gruppensprache inne, im Gegensatz zur Zielsprache des Immigrationslandes als Bildungs- und Umgebungssprache (Extra/ Verhoeven, 1999, 9f). Besonders ab der zweiten Generation ist eher von einer Familien- oder Elternsprache zu sprechen, da sie für diese SprecherInnen zwar die Sprache des Herkunftslandes von immigrierten Familienmitgliedern ist, aber sie über die eigentliche Herkunft oder den Geburtsort der Folgegeneration nichts mehr aussagt.
Weitere Termini, die im Deutschen in einer ähnlichen, z.T. synonymen, Bedeutung zu Herkunftssprache verwendet werden, sind: Familiensprache, Elternsprache, Migrantensprache, Erstsprache oder Muttersprache. Ebenso wie die englischen Begriffe heritage language (im Sinne der Sprache als familiärem und kulturellem Erbe) und home language (im Sinne der Sprache der Heimat oder auch des familiären Zuhauses) haben all diese Begriffe allerdings nicht exakt dieselbe Bedeutung wie der Terminus Herkunftssprache, sondern transportieren jeweils unterschiedliche Konnotationen bzw. unterstreichen unterschiedliche inhaltliche Aspekte. Quellen: Brizić, Katharina (2007): Das geheime Leben der Sprachen. Gesprochene und verschwiegene Sprachen und ihr Einfluss auf den Spracherwerb in der Migration. Münster [u.a.]: Waxmann; Extra, Guus & Verhoeven, Ludo (1999): Bilingualism and migration. Berlin [u.a]: Mouton de Gruyter.
[Kommentar erstellt von Franziska Plathner]"

"Dies wirft ebenfalls die Frage nach der Anerkennung der Muttersprachen von Migrantenkindern auf, die auf eine Art vergleichbar ist mit der Anerkennung von etablierten nationalen Minderheiten. Diese Sprachen gehen vielleicht verloren und sind in der dritten oder vierten Generation lediglich noch ererbte Sprachen. ‚Ethnic mobilization‘ rund um das Thema kulturelle Identitäten muss nicht zwangsläufig auf die Vermittlung von Herkunftssprachen ausgerichtet sein. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe, 23. Strasbourg. Hier herunterladen. Zugriff: 18. Juni 2009). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner].
[…] Sprachvarietäten des Herkunftslandes werden oft als Erstsprache (L1) im Prozess der primären Sozialisation erlernt und sie werden als Gruppensprache benutzt. (Extra, Guus & Verhoeven, Ludo. (1999), Bilingualism and migration. Mouton de Gruyter. Berlin [u.a.], 14). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]
„Typisch sind eher Familien, in denen die Herkunftssprache den größten Anteil an der Kommunikation hat, die deutsche Sprache aber daneben in einem gewissen Umfang verwendet wird, wobei die Kinder in der Regel zu einem etwas umfänglicheren Deutschgebrauch tendieren [Anm: Bsp. aus Deutschland]. […] Für kleine Kinder, die in der Familie aufwachsen, bedeutet dies, dass die Herkunftssprache vielfach als Grundlage ihrer sprachlichen Entwicklung anzusehen ist.“ (Ehlich, Konrad. (2005), Anforderungen an Verfahren der regelmäßigen Sprachstandsfeststellung als Grundlage für die frühe und individuelle Förderung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bonn [u.a.], 131)."


Begriff auf Englisch:
Language(s) of origin “Language of origin: language variety, often the first language, of persons or groups who have moved to live in other States. These speakers must adapt linguistically to the new environment and learn, at least partially, the language (or languages) of the host country.” (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 115. Download here. Access date: June 18, 2009).

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Instrumente der Aktionsforschung

Mittel und Methoden, die die Durchführung, das Kontrollieren und Evaluieren des Aktionsforschungsprozesses ermöglichen.


Begriff auf Englisch:
Tools or instruments of action research

Means and methods for conducting, monitoring and evaluating the action research process.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

interkulturelle und mehrsprachige Kompetenz

In Überarbeitung

1.1 „Unter mehrsprachiger und plurikultureller Kompetenz wird die Fähigkeit verstanden, das plurale Repertoire an sprachlichen und kulturellen Ressourcen für Kommunikationsbedürfnisse oder für die Interaktion mit Alterität zu mobilisieren und dieses Repertoire zu entwickeln.

Mehrsprachigkeit bezieht sich auf das Repertoire einer Person, bestehend aus Ressourcen, die in all diesen bekannten oder erlernten Sprachen und Kulturen erworben wurden (Unterrichtssprache, Regional- und Minderheitensprachen oder Migrationssprachen, moderne Fremdsprachen oder klassische Sprache); Multikulturalität bezieht sich auf die Fähigkeit, an vielen sozialen Gruppen und ihren Kulturen teilzunehmen.

Interkulturelle Kompetenz bezieht sich auf die Fähigkeit, Alterität und kulturelle Vielfalt zu erfahren, diese Erfahrung zu analysieren und davon zu profitieren. Die auf diese Weise entwickelte interkulturelle Kompetenz zielt darauf ab, Alterität besser zu verstehen, kognitive und affektive Verbindungen zwischen den Errungenschaften und Beiträgen einer neuen
Erfahrung der Alterität herzustellen, eine Vermittlung zwischen verschiedenen sozialen Gruppen zu ermöglichen und die allgemein berücksichtigten Aspekte zu hinterfragen, die als selbstverständlich innerhalb der eigenen Kulturgruppe und des eigenen Milieus gelten.“

1.2 Mehrsprachige und plurikulturelle Kompetenz wird definiert als die Fähigkeit, sprachlich zu kommunizieren und kulturell mit einer Person zu interagieren, die in unterschiedlichem Maße mehrere Sprachen beherrscht und in unterschiedlichem Maße Erfahrung mit mehreren Kulturen hat, und die in der Lage ist, dieses gesamte sprachliche und kulturelle Kapital zu verwalten.

Schlüsselwörter

Kompetenz, Sprachrepertoire, Kommunication, Sprachen, Unterrichtssprachen, Regionale Sprachen und Minderheitssprachen, Migrationssprachen, Moderne Fremdsprachen und klassische Sprachen, Interkulturelle Interaktion, Alterität, Mediation


Beacco Jean-Claude, Byram Michael, Cavalli Marisa, Coste Daniel, Egli Cuenat Mirjam, Goullier Francis, Panthier Johanna (2016), Guide for the development and implementation of curricula for plurilingual and intercultural education, Council of Europe Publishing, Strasbourg, available at www.coe.int/en/web/language-policy/guide-for-the-development-and-implementation-of-curricula-for-plurilingual-and-intercultural-education.

Coste Daniel, Moore Danièle and Zarate Geneviève (2009), Plurilingual and pluricultural competence – Studies towards a Common European Framework of Reference for language learning and teaching, Council of Europe, Strasbourg, available at https://rm.coe.int/168069d29b.


Begriff auf Englisch:
Plurilingual and intercultural competence

Under review

1.1. “Plurilingual and intercultural competence is the ability to use a plural repertoire of linguistic and cultural resources to meet communication needs or interact with other people, and enrich that repertoire while doing so.

Plurilingual competence refers to the repertoire of resources which individual learners acquire in all the languages they know or have learned, and which also relate to the cultures associated with those languages (languages of schooling, regional / minority and migration languages, modern or classical languages); pluriculturality denotes the ability to participate in different cultures, inter alia by acquiring several languages.

Intercultural competence, for its part, is the ability to experience otherness and cultural diversity, to analyse that experience and to derive benefit from it. Once acquired, intercultural competence makes it easier to understand otherness, establish cognitive and affective links between past and new experiences of otherness, mediate between members of two (or more) social groups and their cultures, and question the assumptions of one’s own cultural group and environment.”

1.2 Plurilingual and pluricultural competence refers to the ability to use languages for the purposes of communication and to take part in intercultural interaction, where a person, viewed as a social actor has proficiency, of varying degrees, in several languages and experience of several cultures.

KEY WORDS

Competence, Repertoire, Communication, Languages, Languages of schooling, Regional and minority languages, Migration languages, Modern and classical languages, Intercultural interaction, Otherness, Mediation

Begriff auf Französisch:
compétence plurilingue et pluriculturelle

En cours de révision

1.1 « La compétence plurilingue et pluriculturelle est définie comme la capacité à mobiliser le répertoire pluriel de ressources langagières et culturelles pour faire face à des besoins de communication ou interagir avec l’altérité ainsi qu’à faire évoluer ce répertoire.

La compétence plurilingue renvoie au répertoire de tout locuteur, composé de ressources acquises dans toutes les langues connues ou apprises et relatives aux cultures liées à ces langues (langue de scolarisation, langues régionales et minoritaires ou de la migration, langues étrangères vivantes ou classiques) ; la pluriculturalité désigne la capacité de participer à plusieurs groupes sociaux et à leurs cultures.

La compétence interculturelle désigne la capacité à faire l’expérience de l’altérité et de la diversité culturelle, à analyser cette expérience et à en tirer profit. La compétence interculturelle ainsi développée vise à mieux comprendre l’altérité, à établir des liens cognitifs et affectifs entre les acquis et les apports de toute nouvelle expérience de l’altérité, à permettre la médiation entre différents groupes sociaux et à questionner les aspects généralement considérés comme allant de soi au sein de son propre groupe culturel et de son milieu. »

1.2 On désignera par compétence plurilingue et pluriculturelle, la compétence à communiquer langagièrement et à interagir culturellement possédée par un acteur qui maîtrise, à des degrés divers, plusieurs langues, et a, à des degrés divers, l’expérience de plusieurs cultures, tout en étant à même de gérer l’ensemble de ce capital langagier et culturel.

Mots Clés

compétence, répertoire, communication, langues, langues de scolarisation, langues régionales, langues minoritaires, langues de la migration, langues modernes et classiques, interaction interculturelle, altérité, médiation

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

kognitive Diskursfunktionen

In Überarbeitung

Um Konzepte und Inhalte zu verstehen und damit implizite und explizite Lernziele auszuhandeln und auszuarbeiten bedienen sich Schüler und Lehrer bestimmter wiederkehrender Muster, den sog. kognitiven Diskursfunktionen. Kognitive Diskursfunktionen fungieren als Schnittstelle zwischen Kognition und Sprache und aktivieren diskursive, lexikalische und grammatikalische Schemata, die es Sprechern erlauben, in Standardsituationen erfolgreich Wissen aufzubauen und es anderen zugänglich zu machen. Die unterrichtliche Relevanz liegt darin begründet, dass sich diese Schemata automatisieren damit systematisch fördern lassen.


Dalton-Puffer Christiane (2013), „A construct of cognitive discourse functions for conceptualizing“, EuJAL, Vol. 1, no. 2, S. 1-38.


Begriff auf Englisch:
Cognitive discourse functions

Under review

“patterns that have arisen from the demand that participants within the institution school orient towards explicit or implicit learning goals and the fact that they have the repeated need for communicating about ways of handling and acting upon curricular content, concepts, and facts (cf. cognitive process dimension of Anderson et al. 2001). It is their very nature to provide speakers with schemata (discoursal, lexical and grammatical) for coping with standard situations in dealing with the task of building knowledge and making it intersubjectively accessible.” (Dalton-Puffer 2013: 16)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Kommunikationspolitik

Nach Wikipedia wird dieses Wort im Marketing gebraucht im Sinne einer gezielten Verbreitung von Informationen über ein Produkt, eine Produktreihe, einer Marke oder Firma. Für LACS bezieht sich dieser Begriff auch auf die Wertschätzung der Arbeit der Sprachenverbände und des EFSZ. Um das Bewusstsein dafür zu stärken, kann man eine Reihe von Kommunikationsmaßnahmen initiieren, wie z. B. Anzeigen schalten, Presseberichte schreiben, Präsentationen halten, Webseiten unterhalten, Fachliteratur zur Verfügung stellen, usw.


Begriff auf Englisch:
Promotion

According to Wikipedia, this term is used in marketing to mean the dissemination of information about a product, product line, brand, or company. For LACS (“Language associations and collaborative support”), this involves raising awareness of the value of the work of language teacher associations and of the ECML in order to enable them to benefit from it. A range of promotional activities can be employed in order to achieve this awareness, such as advertising, press releases, presentations, web sites, literature etc.

Begriff auf Französisch:
promotion

Selon Wikipedia, ce terme est utilisé dans le domaine commercial pour parler de la diffusion des informations concernant un produit, une ligne de produits, une marque ou une entreprise. Pour le projet LACS (« Language associations and collaborative support »), ce processus implique d’attirer l’attention du public cible sur la valeur du travail des associations d’enseignants en langues et du CELV afin de lui permettre d’en profiter. Différentes activités promotionnelles peuvent être mises en œuvre afin d’arriver à ce résultat, par exemple la publicité, des communiqués de presse, des présentations, des sites web, de la documentation, etc.

Website der EFSZ-Ressource: Sprachennetzwerke stärken (2008-2011)

kommunikative Absicht

“Ein Genre erfasst eine Gruppe von kommunikativen Situationen, deren Teilnehmer eine Reihe von kommunikativen Absichten teilen. Diese gemeinsamen Absichten werden von den Teilnehmern der jeweiligen Diskursgemeinschaft erkannt und dadurch zu den Eigenschaften eines Genres. Diese Eigenschaften geben dem Aufbau des Diskurses ihre Form und beeinflussen und grenzen die Wahl des Inhalts und des Stils ein.” (Swales 1990: 58)


Swales J.M. (1990), Genre Analysis – English in academic and research settings, Cambridge University Press, Cambridge.


Begriff auf Englisch:
Communicative purpose

“A genre comprises a class of communicative events, the members of which share some set of communicative purposes. These purposes are recognized by the expert members of the parent discourse community and thereby constitute the rationale for the genre. This rationale shapes the schematic structure of the discourse and influences and constrains choice of content and style.” (Swales 1990: 58)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Lehrende als reflektierende PraktikerInnen / Reflexion von Praxis

In Überarbeitung

„Lernen in der Situation“ (Posch Peter, Jahr: 4); LehrerInnen müssen in der Lage sein, den eigenen Unterricht, das Umfeld, die Beteiligung ihrer Lernenden und auch sich selbst kritisch zu reflektieren. Nur durch eine wiederholte Reflexion und durch ständiges Hinterfragen kann das Unterrichtsgeschehen verbessert werden.


Begriff auf Englisch:
Teachers as reflective practitioners

Under review

“Learning in the situation” (Posch Peter, Jahr: 4, translation by ARC team); teachers have to be in a position to reflect critically on their own teaching, their surroundings, the participation of their learners and on themselves. Teaching events can only be improved through repeated reflection and constant analysis.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Lerngemeinschaft

Eine Gruppe, die sich entscheidet bestimmte Inhalte gemeinsam zu lernen.


Begriff auf Englisch:
Scholarly community

A group which decides to learn together with a particular focus.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Lernstrategien

„Lernstrategien sind mentale Schritte oder Vorgehensweisen, die von Lernern benutzt werden, um eine neue Sprache zu erlernen, und ihre Bemühungen hierzu zu regulieren.“ (Wenden 1991: 18)


Wenden A. (1991), Learner strategies for learner autonomy: Planning and implementing learner training for learner autonomy, Prentice Hall, New York.


Begriff auf Englisch:
Learning strategies

“Learning strategies are mental steps or operations that learners use to learn a new language and to regulate their efforts to do so.” (Wenden 1991: 18)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Lernumgebungen

In Überarbeitung

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich mit dem Begriff der Lernumgebung auseinanderzusetzen, insbesondere Lernkulturen, einschließlich Methoden, Inhalte, Zielen usw. und Strukturen zum Lernen d.h. Raum, Kontext, Ort usw.

Die Entwicklung einer gesamten Lernumgebung für SchullerInnen in einem Kurs oder Programm ist möglicherweise der kreativste Teil jeden Unterrichts. Es besteht die Tendenz, sich entweder auf physische und institutionelle Lernumgebungen (z.B. Klassenzimmer, Hörsäle und Laboratorien) oder auf die Technologie zu konzentrieren, die zum Erstellen persönlicher Online-Lernumgebungen verwendet wird Zeile (PLU). Es ist jedoch klar, dass der Begriff der Lernumgebung breiter ist als derjenige, der auf physische Komponenten beschränkt ist. Eine Lernumgebung umfasst auch:

  • die Eigenschaften der Lernenden
  • Lehr- und Lernziele
  • Aktivitäten, die das Lernen unterstützen und fördern
  • Bewertungsstrategien, die das Lernen messen und unterstützen
  • die Kultur, die die Lernumgebung auszeichnet.“

„Mit dem Begriff ‚Lernumgebung‘ werden Orte, Kontexte und Kulturen beschrieben, in denen SchülerInnen lernen. [...] Der Begriff umfasst auch die Kultur einer Schule oder Klasse – ihre ethischen Werte, ihre Eigenschaften, einschließlich der Interaktionsformen zwischen den Menschen und den Mitteln, mit denen Lehrkräfte das Bildungsrahmen organisieren und welches Lernen fördert.“

Lernende, Lehren und lernen, Ziele, Aktivitäten, Bewertungsstrategien, Orte, Kontexte, Kulturen, Bildungsrahmen


Bates A.W. (Tony) (2019), Teaching in a digital age – Guidelines for designing teaching and learning, Appendix 1: Building an effective learning environment, A.2 What is a learning environment?, Tony Bates Associates LTD, Vancouver BC, Second edition, available at https://opentextbc.ca/teachinginadigitalage/chapter/5-2-what-is-a-learning-environment/.

Great Schools Partnership, The glossary of education reform (2013), http://edglossary.org/learning-environment/.


Begriff auf Englisch:
Learning environments

Under review

There are two ways we can approach the notion of “learning environments”, i.e learning culture(s) including methods, contents, goals, etc. and the learning structures with spaces, contexts, locations, etc.

2.1. “Developing a total learning environment for students in a particular course or program is probably the most creative part of teaching. While there is a tendency to focus on either physical institutional learning environments (such as classrooms, lecture theatres and labs), or on the technologies used to create online personal learning environments (PLEs), learning environments are broader than just these physical components. They will also include:

  • the characteristics of the learners;
  • the goals for teaching and learning;
  • the activities that will best support learning;
  • the assessment strategies that will best measure and drive learning;
  • the culture that infuses the learning environment.”

2.2. “Learning environment refers to the diverse physical locations, contexts, and cultures in which students learn. [...] The term also encompasses the culture of a school or class – its presiding ethos and characteristics, including how individuals interact with and treat one another – as well as the ways in which teachers may organize an educational setting to facilitate learning...”.

Key words

learners, teaching and learning, goals, activities, assessment, strategies, locations, contexts, cultures, educational setting

Begriff auf Französisch:
environnements d’apprentissage

En cours de révision

« Développer un environnement d’apprentissage total pour les élèves d’un cours ou d’un programme est peut-être la partie la plus créative de tout enseignement. Il y a la tendance à se concentrer soit sur des environnements d’apprentissage physiques et institutionnels (comme les salles de classe, les salles de conférences, et les laboratoires) soit sur les technologies qui sont utilisées pour créer des environnements d’apprentissage personnels en ligne(PLEs). Il est toutefois évident que la notion d’environnements d’apprentissage est plus vaste que celle qui se limite à des composantes physiques. Un environnement d’apprentissage comprend aussi:

  • les caractéristiques des apprenants
  • les objectifs d’enseignement et d’apprentissage
  • les activités qui soutiennent et encouragent l’apprentissage
  • les stratégies d’évaluation qui servent à mesurer et a soutenir l’apprentissage
  • la culture qui caractérise l’environnement d’apprentissage. »

« Le terme “environnement d’apprentissage” est utilisé pour décrire des lieux, des contextes et des cultures où les élèves apprennent. […] Le terme comprend aussi la culture d’un établissement scolaire ou d’une classe – ses valeurs éthiques, ses caractéristiques, y compris les modes d’interaction utilisées parmi les gens et les modes que les enseignants utilisent pour organiser le cadre éducatif qui mieux encourage l’apprentissage. »

Mots clés

apprenants, enseignement et apprentissage, environnements institutionnels, technologies, objectifs, activités, stratégies d’évaluation, lieux et cultures, cadre éducatif

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

Literalitäten

"Kommunikationsfertigkeit. Der Begriff 'Literalität' bezeichnete ursprünglich, und meistens, schriftliche Kommunikation. Er kann jedoch auch auf andere Formen angewendet werden, wie in medialer oder informatischer Literalität (im deutschsprachigen Raum oft auch als 'Medienkompetenz' bezeichnet, Anm. d. Übers.)."
Department for Children, Schools and Families, The Key Stage 3 Framework for Languages: Glossary: 7 (downloaded 2 November 2009) [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]" "Durch den Auszug aus Street (2001) wird klar, dass Literalität nicht einfach bedeutet, Texte lesen und schreiben zu können. Die folgenden Zitate illustrieren die verschiedenen Bedeutungen von Literalität, wodurch deutlich wird, warum von 'Literalitäten' im Plural zu sprechen ist. "Literalität ist vor allem etwas, das Menschen tun; es ist eine Aktivität zwischen Denken und Text. Literalität ist nicht bloß in den Köpfen der Menschen als erlernbare Fertigkeit vorhanden und sie ist nicht nur auf Papier, in Form von zu analysierenden Texten. Wie alle menschliche Aktivität, ist Literalität wesentlich sozial und findet in der Interaktion zwischen Menschen statt"" (Barton und Hamilton 1998: 3). [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]
Ihr Aufriss der Funktionen von Literalität als soziale Praxis in sechs Punkten erweitert diese Definition: "Literalität ist am ehesten als Kombination sozialer Praxen zu verstehen, diese können aus Ereignissen erschlossen werden, die durch schriftliche Texte vermittelt werden; Es gibt verschiedenen Literalitäten in Verbindung mit verschiedenen Lebenswelten; Praxen der Literalität sind durch soziale Einrichtungen und Machtverhältnisse gekennzeichnet und einige werden dominanter, sichtbarer und einflussreicher als andere; Praxen der Literalität sind intentional und eingebettet in breitere soziale Ziele und kulturelle Praxen; Literalität ist historisch verortet; Praxen der Literalität ändern sich und werden häufig durch informelle Lern- und Sinnentnahmeprozesse neu erworben"" (Barton and Hamilton 1998: 7).
Barton, D. und Hamilton, M. (1998) Local Literacies: Reading and Writing in One Community. London: Routledge. [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]
Zusätzlich zur sozialen und kulturellen Verankerung von Literalität, wir es noch komplexer, wenn wir den Einfluss neuer Technologien bedenken. In diesem Zusammenhang sprechen wir von ""neuer"" oder ""digitaler"" Literalität.
"Während wir uns von einer industriellen zu einer postindustriellen Informations-Wirtschaft bewegen, in der Print-Literalität zwar nicht obsolet, aber jedenfalls substanziell anders ist, brauchen wir unbedingt breitere Definitionen von Wissen, Literalität und Didaktik, die das Studium von Intertextualität von Illustrationen, Texten, Icons und Artefakten der neuen Informationswirtschaft, der Medien und Populärkultur"" (Luke 1998: 27). Luke, C. (1998) ‘Pedagogy and Authority: Lessons from Feminist and Cultural Studies, Postmodernism and Feminist Pedagogy’, in D. Buckingham (ed.), Teaching Popular Culture: Beyond Radical Pedagogy. London: UCL Press. [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann] Die obigen Auszüge stammen aus: Mackey, M. (2002) Literacies across media. London: RoutledgeFalmer: 5-6."

"Im Zusammenhang mit Entwicklung wird die Thematik Literalität oft einfach als technische verstanden: dass Menschen gelehrt werden müssen, wie Buchstaben dekodiert werden und dann mit ihrer neuerworbenen Literalität tun können was sie möchten, ein Ansatz den ich als ein 'autonomes' Modell von Literalität bezeichnet habe (...). Das 'autonome' Modell der Literalität basiert auf der Annahme, dass Literalität von selbst – autonom – Effekte auf weitere soziale und kognitive Praktiken haben wird. Das Modell verbirgt jedoch die kulturellen und ideologischen Annahmen, die mit ihm einhergehen und die dann so präsentiert werden können, als seien sie neutral und universell:[neuere] Forschungen (...) kritisieren diese Sicht und gehen davon aus, dass dieser Ansatz in der Praxis einfach westliche Konzepte von Literalität anderen Kulturen aufdrängt. Das alternative, ideologische Modell von Literalität (...) bietet einen kultursensibleren Blick auf Literalitätspraktiken, wie sie von Land zu Land variieren. Dieses Modell geht von anderen Voraussetzungen aus als das autonome Modell — es stellt Literalität als soziale Praxis dar, nicht einfach als technische und neutrale Fertigkeit; dass sie immer in sozial konstruierte epistemologische Prinzipien eingebettet ist. Es geht um Wissen: die Art wie Menschen Lesen und Schreiben angehen sind verwurzelt in Konzepten von Wissen, Identität, Sein. Literalität in diesem Sinne wird immer wieder in Frage gestellt, sowohl in ihren Bedeutungen als auch in ihren Praktiken, daher sind bestimmte Formen von ihr immer 'ideologisch', sie sind immer in einem bestimmten Weltbild verwurzelt und einem Bestreben dieser Sicht von Literalität zu dominieren und andere zu marginalisieren (...). Die Art in der Lehrkräfte bzw. Vermittler/innen und Lernende interagieren ist bereits eine soziale Praxis, die die Art der Literalität die gelernt wird beeinflusst und die Vorstellungen, die die Beteiligten von Literalität haben, besonders neue Lernende und ihre Position im Verhältnis zur Macht. Es ist nicht zutreffend, anzunehmen, dass 'Literalität' neutral 'gegeben' und ihre 'sozialen' Effekte erst nachträglich erlebt werden können.
Street, B. (ed.) (2001) Literacy and development: ethnographic perspectives. London: Routledge, 7-8. [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]"


Begriff auf Englisch:
Literacy/literacies “Communication skill. The term 'literacy' originally, and most often, applied to written communication. However it can also be applied to other forms, as in media literacy, computer literacy.”
Department for Children, Schools and Families, The Key Stage 3 Framework for Languages: Glossary: 7 (downloaded 2 November 2009)

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Mehrheitssprache(n)

Die Erstsprache(n) der Mehrheit der Bevölkerung (einer definierten Region) in einem Land - vielfach wird/ werden diese auch die =>National-/Amtssprache(n) des Staats und die =>Unterrichtssprache(n) in den Schulen sein Entscheidend für die besondere Rolle der Mehrheitssprache ist die Kopplung verschiedener Merkmale, die die gesellschaftliche Bedeutung dieser Sprache so heben, dass niemand, der in dieser Gesellschaft lebt, ohne diese Sprache auskommt, auch wenn sie nicht ihre/seine Erstsprache ist.
Es sollte beachtet werden, dass Minderheiten in vielen Fällen lokale Mehrheiten bilden: entweder können diese aus verschiedenen Minderheiten gemeinsam oder aus einer einzelnen sehr konzentrierten Minderheit gebildet werden.

„Die Schwere der Anerkennungsprobleme (…) die Minderheiten aufwerfen, hängt von Charakteristika ab wie: • ihrem demografischen Gewicht im Verhältnis zur nationalen Entität, in der sie sich aufhalten und ihr Grad der geografischen Konzentration (verstreut zwischen der Mehrheitsgruppe oder konzentriert, so dass ihre Mitglieder an bestimmten Plätzen die Mehrheit bilden) • (…) • der Status ihrer linguistischen Varietät und der ‚Grad‘ ihrer Akzeptanz durch Sprecher/inn/en der Mehrheitssprache: wenn sie als sehr ‚exotisch‘ (…) oder sehr ‚klein‘ angesehen wird, wird die Fremdheitsempfindung intensiver sein“ (Language Policy Division (2003), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 18. Hier herunterladen. Zugriff: 30. März 2009, Übersetzung: K.-B. Boeckmann)."


Begriff auf Englisch:
Majority language(s) The first language(s) of the majority of the population in (a defined region of) a country - in many cases this/ these will also be the => national/ official language(s) of the state and the =>language(s) of instruction in schools.

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Memo

Kurze offene Fragen oder Eintragungen zu Erfahrungen, die in einem Forschungstagebuch notiert werden.


Begriff auf Englisch:
Memo

Short open questions or entries about experiences written in a research journal.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Metacognition

“Bewusstsein von, und Umgehen mit dem eigenen Denken.” (Kuhn & Dean 2004: 270)


Kuhn D. & Dean D. (2004), “A bridge between cognitive psychology and educational practice”, Theory into Practice, 43(4), S. 268-273.


Begriff auf Englisch:
Metacognition

“Awareness and management of one’s own thought.” (Kuhn & Dean 2004: 270)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Multilingual (multilinguale Bildung)


Begriff auf Englisch:
Multilingual (education) "This leads to the distinction between plurilingualism as a speaker’s competence (being able to use more than one language) and multilingualism as the presence of languages in a given geographical area: there is a shift, therefore, from a perspective focusing on languages (a state may be referred to as mnolingual or multilingual) to one that focuses on speakers.” (Beacco Jean-Claude and Byram Michael 2003: Guide for the development of language education policies in Europe: from linguistic diversity to plurilingual education. Draft 1, 8)
“In recent years, the concept of plurilingualism has grown in importance in the Council of Europe's approach to language learning. Plurilingualism differs from multilingualism, which is the knowledge of a number of languages, or the co-existence of different languages in a given society. Multilingualism may be attained by simply diversifying the languages on offer in a particular school or educational system, or by encouraging pupils to learn more than one foreign language, or reducing the dominant position of English in international communication.” (Council of Europe 2001: Common European Framework of Reference for Languages. Learning, Teaching, Assessment, 4)
"This leads to the distinction between plurilingualism as a speaker’s competence (being able to use more than one language) and multilingualism as the presence of languages in a given geographical area: there is a shift, therefore, from a perspective focusing on languages (a state may be referred to as mnolingual or multilingual) to one that focuses on speakers.” (Beacco Jean-Claude and Byram Michael 2003: Guide for the development of language education policies in Europe: from linguistic diversity to plurilingual education. Draft 1, 8)
“In recent years, the concept of plurilingualism has grown in importance in the Council of Europe's approach to language learning. Plurilingualism differs from multilingualism, which is the knowledge of a number of languages, or the co-existence of different languages in a given society. Multilingualism may be attained by simply diversifying the languages on offer in a particular school or educational system, or by encouraging pupils to learn more than one foreign language, or reducing the dominant position of English in international communication.” (Council of Europe 2001: Common European Framework of Reference for Languages. Learning, Teaching, Assessment, 4)
“The resolution supported the view that the requirements of global and national participation, and the specific needs of particular, culturally and linguistically distinct communities can only be addressed by multilingual education. In regions where the language of the learner is not the official or national language of the country, bilingual and multilingual education can make mother tongue instruction possible while providing at the same time the acquisition of languages used in larger areas of the country and the world. This additive approach to bilingualism is different from the so called subtractive bilingualism which aims to move children on to a second language as a language of instruction.” (Education in a multilingual world. UNESCO Education Position Paper 2003, p 17-18)"
“The resolution supported the view that the requirements of global and national participation, and the specific needs of particular, culturally and linguistically distinct communities can only be addressed by multilingual education. In regions where the language of the learner is not the official or national language of the country, bilingual and multilingual education can make mother tongue instruction possible while providing at the same time the acquisition of languages used in larger areas of the country and the world. This additive approach to bilingualism is different from the so called subtractive bilingualism which aims to move children on to a second language as a language of instruction.” (Education in a multilingual world. UNESCO Education Position Paper 2003, p 17-18)"

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Multiliteralität

“Multiliteralität ist eine sinngebende soziale und gemeinschaftliche Erfahrung, bei der Schüler mit ihren Mitschülern und erfahreneren Mentoren zusammen arbeiten und von ihnen lernen können. Multiliteralität wird von sozialen und kulturellen Konventionen geprägt, die benutzt und dem jeweiligen Zweck, Modus und Zielgruppe angepasst werden können. Daher ermöglicht es ein Lehrplan der auf Multiliteralität beruht […] den Schülern, verschiedene Textformen und Diskurse in verschiedenen Kontexten, in unterschiedlichen Darstellungsformen und für verschiedene Zwecke und Zielgruppen zu analysieren.” (Goldini 2008: 67, nach Kern 1995, 2000, 2004, 2005)


Goldoni F. (2008), “Designing a foreign language curriculum in postsecondary education drawing from the multiliteracy, functionalist and genre-based approaches”, Vigo International Journal of Applied Linguistics, Vol. 5, S. 63-85.


Begriff auf Englisch:
Multiliteracies

“Multiliteracy is a meaningful social and collaborative experience where students can work together with and learn from their peers and more experienced mentors. Multiliteracy is determined by social and cultural conventions that can be used and adapted based on specific purposes, modes and audiences. Therefore, a multiliteracy-based curriculum […] prepar[es] students to analyse multiple forms of text, discourses […] in multiple contexts and modes for multiple pursposes and multiple audiences” (Goldini 2008: 67, after Kern 1995, 2000, 2004, 2005).

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Multimodalität

In Überarbeitung

Der Prozess der Sinnstiftung und der Bedeutungsaushandlung bedient sich symbolischer Hilfsmittel verbaler und non-verbaler Natur (Gesten und Körpersprache mit einbezogen), wie z.B. visuelle und auditive Materialien, graphischen Repräsentationen und Handlungen. Mit anderen Worten, Kommunikation ist multimodal.

Die Darstellung von Wissen beschränkt sich in keiner Weise auf schriftliche Texte; sie ist multimodal. So spielen z.B. visuelle Darstellung auf dem Papier und dem Bildschirm eine immer wichtigere Rolle (Kress 2010). Jedes Sachfach hat seine eigene Art, diese Multimodalität zu nutzen, und es ist wichtig, dass Lehrer sich der multimodalen Natur der Kommunikation innerhalb des Unterrichts bewusst sind und dass Lerner lernen, diese verschiedenen Modalitäten sinnvoll zu nutzen. Dies sollte ein wichtiger Teil der Lehrerausbildung und - weiterbildung sein.


Kress G. (2010), Multimodality: A social semiotic approach to contemporary communication, Routledge, London.


Begriff auf Englisch:
Multimodality

Under review

Meaning-making and meaning-taking in social communication (including communication in school) make use of symbolic resources which include verbal as well as non-verbal (including gestures and bodily expressions) communication, visual/audio material, graphic representations and actions. In other words, communication is multi-modal.

Knowledge representation nowadays is in no way limited to written texts, it is multimodal, e.g. visual representations on paper and on the screen increasingly play an important role (Kress 2010). All content subjects have their ways of using multimodality and it is important that teachers are aware of the multimodal nature of classroom communication, and that students learn how to use the various modalities effectively. This should be an important part of teacher education and continuous professional development.

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Nationalsprachen/amtssprachen

„Eine linguistische Varietät die, durch die Verfassung oder andere gesetzliche Instrumentarien legitimiert, die Rolle spielt, als Kommunikationssprache zwischen Staat und Bürgern (in Regierungsstellen, im Rechtssystem, in Schulen etc.) zu dienen. In Nationalstaaten (…) kann die Amtssprache ein Faktor der Identität, d.h. des Zugehörigkeitsgefühls zu einer nationalen Gemeinschaft, werden. (…) Der Terminus Nationalsprache ist daher wesentlich stärker emotional geladen als Amtssprache“ (Beacco & Byram 2003, 52, Übersetzung: K.-B. Boeckmann). „Das impliziert, dass die Bürger in privater Kommunikation jede linguistische Varietät benutzen dürfen“ (…)
„Nationalsprache geht nicht mit Staatsbürgerschaft einher (…), auch wenn bei der Bewerbung für die Staatsangehörigkeit eine gewisse Kenntnis der amtlichen Varietät erwartet oder obligatorisch verlangt wird“ (Beacco & Byram 2003, 52, Übersetzung: K.-B. Boeckmann). "

„Zum Empfang neu eingereister Zuwanderer gehört es, Strukturen für ihre und die Sprachen-(aus)bildung ihrer Kinder zu schaffen. Wenn es solche Strukturen nicht gibt, wird der Erwerb der National- oder Amtssprache von selbst nur im Bereich des mündlichen Gebrauchs erfolgen. Das wird als Folge der fehlenden Schreibfertigkeit später Beeinträchtigungen hervorrufen. (…) Der Bedarf, der Amtssprache Stabilität zu verleihen, führt dazu, dass dominante soziale Gruppen und der Staatsapparat Normen festsetzen, die durch die Bildungssysteme verbreitet werden, vor allem durch den Unterricht der so genannten Muttersprache und den Unterricht anderer Fächer in dieser Sprache“ (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 21. Hier herunterladen. (Zugriff: 30. März 2009, Übersetzung: K.-B. Boeckmann).


Begriff auf Englisch:
National language(s)/official language(s) "A linguistic variety which has the role, sanctioned by the Constitution or other legal instruments, of language of communication between state and citizens (government departments, the judicial system, schools, etc). (…) In national states (...), the official language may become a factor of identity, i.e. of belonging to a national community. (…) The term national language is, therefore, far more emotionally charged than official language“ (Beacco & Byram 2003, 52).

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Netzwerk

Miteinander bekannte und neu hinzustossende Personen schließen sich zusammen, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, z.B. an Aktionsforschung.


Begriff auf Englisch:
Network

A group of existing and new contacts which can come together to collaborate on a shared interest, e.g. action research.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Nicht territorial gebundene Sprache

„Nicht territorial gebundene Sprachen sind von Angehörigen des Staates gebrauchte Sprachen, die sich von der (den) der übrigen Bevölkerung des Staates gebrauchten Sprache(n) unterscheiden, jedoch keinem bestimmten Gebiet innerhalb des betreffenden Staates zugeordnet werden können, obwohl sie herkömmlicherweise im Hoheitsgebiet dieses Staates gebraucht werden. Definition auf der Grundlage der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (Europarat, 1992). Beispielsweise handelt es sich bei Romanes um eine nicht territorial gebundene Sprache.“

European Education and Culture Executive Agency, Eurydice, Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, 2017, S. 143, https://data.europa.eu/doi/10.2797/910874.


Begriff auf Englisch:
Non-territorial language “A language used by nationals of the state which differs from the language or languages used by the rest of the state’s population, but which, although traditionally used within the territory of the state, cannot be identified with a particular area thereof. (Definition based on the European Charter for Regional or Minority Languages, (Council of Europe, 1992)). For example, Romany is a non-territorial language.”
Begriff auf Französisch:
langue dépourvue de territoire « langue pratiquée par les ressortissants de l’État qui est différente de la langue (des) langue(s) pratiquée(s) par le reste de la population de l’État, mais qui, bien que traditionnellement pratiquée sur le territoire de l’État, ne peut être rattachée à une aire géographique particulière de celui-ci. (Cette définition s’appuie sur la Charte européenne des langues régionales ou minoritaires, Conseil de l'Europe, 1992). Le romani constitue un exemple de langue dépourvue de territoire. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Plurale Ansätze

In Überarbeitung

„Das Konzept ‚Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen‘ meint Lehr- und Lernverfahren, die zugleich mehrere Sprachen bzw. sprachliche Varietäten und Kulturen und einen übergreifenden Kompetenzbegriff einbeziehen. Den pluralen Ansätzen stehen traditionell einzelzielsprachliche Konzepte gegenüber. Diese fokussieren nur auf eine einzige Zielsprache und/oder eine bestimmte Zielkultur.“

Candelier Michel, Camilleri-Grima Antoinette, Castellotti Véronique, de Pietro Jean-François, Lőrincz Ildikó, Meißner Franz-Joseph, Noguerol Artur, Schröder-Sura Anna, with the participation of Muriel Molinié, Ein Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen, “Plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen”, 2012, verfügbar unter https://carap.ecml.at/Keyconcepts/tabid/2681/language/de-DE/Default.aspx.


Begriff auf Englisch:
Pluralistic approaches

Under review

“The term ‘pluralistic approaches to languages and cultures’ refers to didactic approaches that use teaching/learning activities involving several (i.e. more than one) varieties of languages, e.g. by integrating both the target language and the language of schooling, or the target language and other foreign languages, minority or regional languages, instead of dealing with the target language in isolation.”
Begriff auf Französisch:
approches plurielles

En cours de révision

« Nous appelons ‘Approches plurielles des langues et des cultures’ des approches didactiques qui mettent en œuvre des activités d’enseignement-apprentissage qui impliquent à la fois plusieurs (= plus d’une) variétés linguistiques et culturelles, par exemple en intégrant à la fois la langue cible et la langue de scolarisation, ou la langue cible et d’autres langues étrangères, minoritaires ou régionales, au lieu de traiter la langue cible de manière isolée. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Plurilinguale Bildung

Plurilinguale Bildung: Art des Unterrichts, nicht unbedingt auf Sprachunterricht beschränkt, dessen Ziel es ist, das Bewusstsein für das jeweils individuelle Sprachrepertoire zu steigern, dessen Wert zu unterstreichen und dieses Repertoire zu erweitern durch das Unterrichten in weniger verbreiteten oder nicht vertrauten Sprachen. Plurilinguale Bildung zielt außerdem auf das wachsende Verständnis für den sozialen und kulturellen Wert von Sprachenvielfalt ab um sprachliches ‚goodwill’ zu garantieren und interkulturelle Kompetenzen aufzubauen. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 116). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner] Plurilinguale Bildung: Art des Unterrichts, nicht unbedingt auf Sprachunterricht beschränkt, dessen Ziel es ist, das Bewusstsein für das jeweils individuelle Sprachrepertoire zu steigern, dessen Wert zu unterstreichen und dieses Repertoire zu erweitern durch das Unterrichten in weniger verbreiteten oder nicht vertrauten Sprachen. Plurilinguale Bildung zielt außerdem auf das wachsende Verständnis für den sozialen und kulturellen Wert von Sprachenvielfalt ab um sprachliches ‚goodwill’ zu garantieren und interkulturelle Kompetenzen aufzubauen. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 116). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner] "Plurilinguale Bildung meint im eigentlichen Sinne die Verwendung zweier oder mehrerer Sprachen im curricularen Kontext (Freeman, 1998, 2).
Nach Hornberger (1991) ist ein Modell plurilingualer Bildung das Bereicherungsmodell. Die Programme des Bereicherungsmodells streben eine allgemeine Förderung von Minderheitensprachen, Sprachbewusstsein und additivem Plurilingualismus nicht nur bei SprecherInnen der Minderheitensprache, sondern auch bei SprecherInnen der Mehrheits¬sprache an. Die von der/den offiziellen Landessprache(n) abweichenden Sprachen werden bei diesem Modelltyp als Ressourcen gesehen, die zum Pluralismus in der Schule und Gesellschaft beitragen. Dieses Modell plurilingualer Bildung verfolgt den pädagogischen Ansatz der Inklusion (oder Inklusive Pädagogik), deren Ziel die Wertschätzung von Diversität und die Akzeptanz von Heterogenität in der Bildung und Erziehung ist und bei der sich der Unterricht an den Bedürfnissen und Besonderheiten seiner SchülerInnen orientiert (Couillaud/Kahn, 1989). Damit einher geht die volle Akzeptanz der Sprachenvielfalt in der Schule.
Quellen: Couillaud, Xavier & Kahn, Verity Saifullah (1989): Das «Childrens’s Language Project». In Reich, Hans H. (Hg.): Migration – Bildungspolitik – Pädagogik. Essen/Landau: alfa; Freeman, Rebecca (1998): Bilingual education and social change. Clevedon [u.a.]: Multilingual Matters; Hornberger, Nancy (1991): Extending enrichment bilingual education: Revisiting typologies and redirecting policy. In García, Ofelia (Hg.), Bilingual Education: Focusschrift in Honor of Joshua A. Fishman on the Occasion of his 65th Birthday, 215-234. Philadelphia: John Benjamins Publishers. [Kommentar erstellt von Franziska Plathner]"

"Die plurilinguale Perspektive kann einige Antworten auf manche Probleme bieten: sie versteht und akzeptiert die Vielfalt aller Sprecher; ein Grundsatz plurilingualer Bildung ist es, dass die Handhabungen von mehrsprachigen Repertoires und deren Entwicklung differenziert werden sollten. Es sind Techniken zur Vermittlung sprachlicher Varietäten verfügbar, bei denen es sich nicht um exklusive Angebote handelt, sondern die (beispielsweise zeitlich) angepasst werden können und daher übertragbar sind. Von diesem Standpunkt aus kann es plurilinguale Bildung beiden, Mehrheiten und Minderheiten, ermöglichen ein besseres Verständnis für die Beschaffenheit ihrer Beziehungen und ihrer eigenen Ziele zu haben. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 71). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]
Es wird der Anspruch gestellt, dass es der Zweck plurilingualer Bildung ist, die Sprachfähigkeiten und sprachlichen Repertoires von Sprechern auszubilden. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 12). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner] Plurilinguale Bildung bezieht sich auf alle Tätigkeiten, curriculare oder außercurriculare jeglicher Art, die es anstreben die Sprachkompetenz und das individuelle Sprachrepertoire eines Sprechers zu fördern und weiterzuentwickeln, von den ersten Schultagen an über das ganze Leben hinweg. Bildung für Plurilingualismus bezieht sich auf plurilinguale Bildung (z.B. Unterricht von National-, Fremd- und Regionalsprachen), welche beabsichtigen Mehrsprachigkeitskompetenz zu entwickeln. Es wurde festgestellt, dass plurilinguale Bildung auch durch Aktivitäten erreicht werden kann, die prinzipiell für die Steigerung des Bewusstseins für Sprachenvielfalt entwickelt wurden, die aber nicht auf das Unterrichten dieser Sprachen abzielen, und die daher keinen Sprachunterricht im eigentlichen Sinne darstellen. (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 18). [Übersetzung ins Deutsche von Franziska Plathner]"


Begriff auf Englisch:
Plurilingual education  “Plurilingual education: manner of teaching, not necessarily restricted to language teaching, which aims to raise awareness of each individual’s language repertoire, to emphasise its worth and to extend this repertoire by teaching lesser used or unfamiliar languages. Plurilingual education also aims to increase understanding of the social and cultural value of linguistic diversity in order to ensure linguistic goodwill and to develop intercultural competence [...].” (Language Policy Division (2007), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 116)

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Pluriliteralität

“Für uns stellt der Begriff pluriliterarischer Ansatz nicht nur das Literalitätskontinuum mit seinen verschiedenen Axen dar, sondern setzt den Akzent auf die in verschiedenen soziokulturellen Kontexten gebräuchlichen Literalitätsformen und auf die Hybridität von Literalitätsformen, die von den neueren Technologien möglich gemacht wird, sowie auf die immer grösser werdende Vernetzung semiotischer Systeme.” (García et al. 2007: 215)


García Ofelia, Bartlett Lesley, Kleifgen JoAnne (2007), “From biliteracy to pluriliteracies”, in Auer P. & Wei Li (eds.), Handbook of multilingualism and multilingual communication, De Gruyter, Berlin, S. 207-228.


Begriff auf Englisch:
Pluriliteracies

“For us, a pluriliteracies approach captures not only literacy continua with different interrelated axes, but also an emphasis on Literacy practices in sociocultural contexts, the hybridity of literacy practices afforded by new technologies, and the increasing interrelationship of semiotic systems.” (García et al. 2007: 215)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Praxisorientierte Arbeitsgemeinschaft

„Praxisorientierte Arbeitsgemeinschaften sind Gruppen, die ein Interesse und eine hohe Motivation haben, das, was sie tun, durch stetige Zusammenarbeit weiter zu verbessern.“ (Wenger, http://wenger-trayner.com/introduction-to-communities-of-practice/). „Lernen findet in Praxisgemeinschaften durch legitime periphere Partizipation* statt“ (Lave & Wenger 1991: 98). „Voraussetzung dafür ist, dass die Lernenden in der Praxis stehen; die Lernenden müssen in der Lage sein, zumindest vorübergehend eine periphere Rolle zu spielen... Die Praxis der Lernenden muss als eine legitime Form der Praxis innerhalb des Berufsstandes akzeptiert werden“ (Feldman, Altrichter, Posch & Somekh 2018: 48).
(Alle Zitate hier übersetzt von ARC-Team).
*Legitime periphäre Partizipation ist ein Bestandteil des Modells des „situierten Lernens“, das Lave & Wenger (1991) vorstellen. Es bezieht sich auch auf „Newcomer Learning“ (Cox 2005).


Begriff auf Englisch:
Community of practice

“Communities of practice are groups of people who share a concern or a passion for something they do and learn how to do it better as they interact regularly” (Wenger, http://wenger-trayner.com/introduction-to-communities-of-practice/). “Learning occurs in communities of practice through legitimate peripheral participation”* (Lave & Wenger 1991: 98); “for this to happen, learners must participate in a practice; learners must be allowed to play at least a peripheral role - at least temporarily... learners’ practice must be accepted as being a legitimate form of practice within the profession.&rdquo (Feldman, Altrichter, Posch & Somekh 2018: 48).
*Legitimate peripheral participation is one component in the model of situated learning proposed by Lave & Wenger (1991) and involves newcomer learning (Cox 2005).

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Primarbereich / Primarstufe

„Der Primarbereich beginnt im Alter von 5 bis 7 Jahren, fällt immer in den Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und dauert in der Regel 4 bis 6 Jahre.“

Europäische Kommission/EACEA/Eurydice (2017), Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Eurydice-Bericht, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 144f., verfügbar unter https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/73ac5ebd-473e-11e7-aea8-01aa75ed71a1/language-de/format-PDF.


Begriff auf Englisch:
Primary education “This level begins between 5 and 7 years of age, is compulsory in all countries and generally lasts from four to six years.”
Begriff auf Französisch:
enseignement primaire « L’âge habituel de début se situe entre 5 et 7 ans. Ce niveau est obligatoire dans tous les pays et dure généralement entre quatre et six ans. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Professionalisierung

Es beschreibt einen sozialen Prozess, bei dem jede Tätigkeit oder berufliche Beschäftigung zu einer wahren „Profession“ von höchster Integrität und Kompetenz transformiert wird. Dies bezieht sich auch auf die Entwicklung einer professionellen Persönlichkeit mit entsprechenden Verhaltensregeln oder auch auf die Entwicklung ethischer Standards, die von den betreffenden Fachleuten eingehalten werden. Eine „Profession“ ist als berufliche Beschäftigung zu verstehen, die eine fundierte Ausbildung oder eine fachspezifische Schulung unfasst. Dies schliesst ein gewisses Maß an Reflexion über das betreffende Aufgabenfeld ein.


Begriff auf Englisch:
Professionalisation

This describes the social process by which any trade or occupation transforms itself into a true ‘profession’ of the highest integrity and competence. It involves the development of a professional character and a code of conduct or ethical standards by which the professionals have agreed to behave. By ‘profession’ we understand an occupation that requires extensive education or specialized training and some level of reflection on the tasks involved.

Begriff auf Französisch:
professionnalisation

Décrit le processus social par le biais duquel tout métier ou occupation se transforme en une véritable « profession » montrant le plus haut degré d’intégrité et de compétence. Implique le développement d’un caractère professionnel et d’un code de conduite ou de standards éthiques que les professionnels s’engagent à respecter. Le terme « profession » signifie ici une occupation demandant une formation étendue ou spécialisée et une certain degré de réflexion concernant les tâches impliquées.

Website der EFSZ-Ressource: Sprachennetzwerke stärken (2008-2011)

Professionalität

Die Kompetenzen und Fertigkeiten, die Lehrkräfte im Unterricht brauchen.


Begriff auf Englisch:
Professionalism

The competence and skills expected of teachers in their classrooms.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Qualität in der Sprachenbildung

Die Qualität des Sprachenunterrichts sollte sowohl auf der Mikroebene – Wie können bewährte Praktiken im Unterrichten und Erlernen von Sprachen auf Unterrichtsebene mit praktischen operativen Zielen definiert, eingeführt und bewertet werden? – als auch auf der Makroebene (Politik) liegen – Kann diese Praxis dazu beitragen, die sozialen und entwicklungspolitischen Ziele des Bildungsumfelds sowie der individuellen Bildungsentwicklung zu erreichen? Und trägt sie dennoch effektiv zur kognitiven Entwicklung von Studierenden bei? (Heyworth 2013: 286)

Der Prozess der Qualitätssicherung hängt von der konsequenten Einführung von Instrumenten wie Reflexion von Praktiken, verschiedenen Beobachtungsformen, Aktionsforschung als Instrument der Veränderung und Innovation ab, um das gesamte Schulpersonal dazu zu bringen, eigene Praktiken in einem Bewertungs- und Innovationsprozess zu hinterfragen und zu bewerten. Die Einführung dieses Ansatzes erfordert Überzeugungskraft und Führungsstärke bei der Schaffung einer Qualitätskultur und einer Kombination von Top-Down- und Bottom-Up-Ansätzen. Im Zusammenhang mit dem Lernen von Sprachen, insbesondere an Schulen, sind Fragen der kulturellen und sprachlichen Identität von grundlegender Bedeutung. (Heyworth 2013: 295)

Schlüsselwörter

gute Praktiken, Mikro- und Makroebenen, Reflexion über Praktiken, Beobachtung, Aktionsforschung, Bewertungs- und Innovationsprozess, Qualitätsansatz


Heyworth Frank (2013), “Applications of quality management in language education”, Language Teaching, Volume 46, Issue 03, July 2013, pp. 281-315, available at https://doi.org/10.1017/S0261444813000025.


Begriff auf Englisch:
Quality in language education

“As a consequence, a review of quality in language education must look at quality both at a micro level – how can we define, implement and assess good practice in language teaching and learning at classroom level where there are practical operational aims? – and at a macro political level – is this practice contributing to achieving the social and developmental aims of its educational environment, as well as those of individual educational development? And is it contributing effectively to the cognitive development of learners?” (Heyworth 2013: 286)

“The process of establishing quality depends on a coherent implementation of regular long-term use of such tools as reflective practice, different forms of observation, action research as an instrument for change and innovation, to establish the involvement of all staff in an evaluative and innovative process. To implement this coherent approach requires leadership in the creation of a quality culture and a combination of top-down and bottom-up approaches. In the context of language education, especially in schools, issues related to cultural and linguistic identity are crucial.” (Heyworth 2013: 295)

Key words
Good practice, Micro and macro levels, Quality, Reflective practice, Observation, Action research, Evaluative and innovative process, Quality culture

Begriff auf Französisch:
qualité dans l’éducation des langues

La qualité en éducation linguistique doit concerner le niveau micro – comment peut-on définir, introduire, évaluer de bonnes pratiques dans l’enseignement et l’apprentissage des langues au niveau de la classe avec des objectifs opérationnels pratiques? – et le niveau macro (politique) – cette pratique peut-elle contribuer à réaliser les objectifs sociaux et de développement de l’environnement éducatif, ainsi que ceux du développement éducatif individuel ? Et contribue-t-elle de manière efficace au développement cognitif des élèves ? (Heyworth 2013: 286)

Le processus pour établir la qualité dépend de l’introduction cohérente d’instruments comme la réflexion sur les pratiques, plusieurs formes d’observation, l’action recherche comme instrument de changement et d’innovation, dans le but d’amener tout le personnel à s’interroger et à évaluer ses propres pratiques dans un processus d’évaluation et d’innovation. Pour introduire cette approche, il faut une force de conviction et de pilotage dans la création d’une culture de la qualité et une combinaison d’approches top-down et bottom-up. Dans le contexte de l’apprentissage des langues, surtout dans les établissements scolaires, des problématiques concernant l’identité culturelle et linguistique sont fondamentales. (Heyworth 2013: 295)

Mots clés

pratiques, niveaux micro et macro, qualité, pratiques réflexives, observation, action recherche, processus d’évaluation et d’innovation, démarche qualité

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

Qualitätskultur

In Überarbeitung

„Qualitätskultur zeichnet sich durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess aus.“

„Es hat immer mit Kreativität, Beteiligung und Commitment (…) zu tun.“

„Qualitätskultur ist ein umfassender, ganzheitlicher Begriff und geht über Qualitätsmanagement hinaus. Qualitätskultur bezieht Kommunikation, Partizipation, Commitment und Werte, aber auch Kompetenzen und Professionalisierung sehr stark ein, so dass daraus ein umfassender Qualitätsansatz entsteht.“

Quelle: Zitate aus Experteninterviews eines Qualitätskulturprojekts
(www.psychologie.uni-heidelberg.de/mediendaten/ae/abo/ausschreibung_abschlussarbeit_21.01.2014_4_.pdf)


Begriff auf Englisch:
Quality cultures

Under review

“A quality culture is demonstrated by means of a continual process of improvement.”

“It is always connected with creativity, participation and commitment.”

“Quality culture is a comprehensive and integrated concept that goes beyond quality management. Communication, participation, commitment and values feature strongly as well as competencies and professionalisation. It arises from a comprehensive quality base.”

Quotes from expert interviews in a Quality Culture project (https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/mediendaten/ae/abo/ausschreibung_abschlussarbeit_21.01.2014_4_.pdf)

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Qualitätssicherung

Eine Garantie, dass die erreichte Qualität auch weiterhin gehalten werden kann.


Begriff auf Englisch:
Quality assurance

The guarantee that the level of quality that has been reached will also be maintained into the future.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Regional- und/oder Minderheitensprache

„Eine Sprache, die ‘herkömmlicherweise in einem bestimmten Gebiet eines Staates von Angehörigen dieses Staates gebraucht wird, die eine Gruppe bilden, deren Zahl kleiner ist als die der übrigen Bevölkerung des Staates, und die sich von der bzw. den Staatssprache(n) dieses Staates unterscheidet’ (Europarat, 1992). In der Regel handelt es sich um Sprachen, die von Bevölkerungsgruppen gesprochen werden, die ihre ethnischen Wurzeln in den betreffenden Gebieten haben oder dort seit mehreren Generationen ansässig sind. Regional- und/oder Minderheitensprachen können den Status einer Amtssprache haben, dieser ist aber per Definition auf das Gebiet beschränkt, in dem sie gesprochen werden.“

European Education and Culture Executive Agency, Eurydice (2017), Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 141ff., verfügbar unter https://data.europa.eu/doi/10.2797/910874.


Begriff auf Englisch:
Regional and/or minority language “A language that is ‘traditionally used within a given territory of a state by nationals of that state who form a group numerically smaller than the rest of the state’s population; it is different from the state language(s) of that state’ (Council of Europe, 1992). As a general rule, these are languages of populations that have their ethnic roots in the areas concerned or have been settled in the regions concerned for generations. Minority/regional languages can have the status of an official language, but by definition this status will be limited to the area in which they are spoken.”
Begriff auf Französisch:
langue régionale et/ou minoritaire « langue “pratiquée traditionnellement sur un territoire d’un État par des ressortissants de cet État qui constituent un groupe numériquement inférieur au reste de la population de l’État; elle est différente des langue(s) d’État de cet État” (Conseil de l’Europe, 1992). En règle générale, il s’agit de langues parlées par des populations qui ont leurs racines dans les territoires concernés ou qui y sont installées depuis des générations. Les langues régionales/minoritaires peuvent avoir le statut de langue officielle, mais, par définition, leur rayonnement officiel se limite à leur zone de locution. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Register

„Ein Register ist [...] eine Zusammenstellung von Bedeutungen, die mit einer bestimmten situationsgebundenen Kombination von Feld, Tenor und Modus verbunden werden. Da es jedoch hier um die Zusammenstellung von Bedeutungen geht, beinhaltet ein Register selbstverständlich auch bestimmte Ausdrücke und lexikalische, grammatikalische und phonologische Eigenschaften, die normalerweise diese Bedeutungen ausdrücken.“ (Halliday and Hasan 1989: 38-39)


Halliday M.A.K. & Hasan R. (1989), Language, context, and text, Oxford University Press, Oxford, S. 38-39.


Begriff auf Englisch:
Register

“A register is [...] a configuration of meanings that are typically associated with a particular situational configuration of field, mode, and tenor. But since it is a configuration of meanings, a register must also, of course, include the expressions, the lexico-grammatical and phonological features, that typically accompany or REALISE these meanings.” (Halliday and Hasan 1989: 38-39)

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Schulsprache

Die „Schulsprache“ bezeichnet die Sprache, die für das Unterrichten der verschiedenen Schulfächer und für das Funktionieren von Schulen verwendet wird. Diese Sprache(n) ist (sind) in der Regel die offizielle(n) Sprache(n) des Staates oder der Region, z.B. Polnisch in Polen oder Italienisch in Italien, kann (können) aber auch offiziell anerkannte Regional- oder Minderheitensprachen, Fremd- oder Migrationssprachen betreffen. Je nach nationalem oder regionalem Kontext werden mehrere Schulsprachen verwendet (vgl. CM/Rec(2014)5).

Zur weiteren Begriffsklärung: Schulsprache – Bildungssprache – Unterrichtssprache


Beacco J.-C., Fleming M., Goullier F., Thürmann E. & Vollmer H. (2016), A handbook for curriculum development and teacher training – The language dimension in all subjects, Council of Europe, Strasbourg, available at https://rm.coe.int/a-handbook-for-curriculum-development-and-teacher-training-the-languag/16806af387.

Council of Europe, Recommendation CM/Rec(2014)5 of the Committee of Ministers to member States on the importance of competences in the language(s) of schooling for equity and quality in education and for educational success (Adopted by the Committee of Ministers on 2 April 2014 at the 1196th meeting of the Ministers’ Deputies) Strasbourg, 2014, available at https://search.coe.int/cm/Pages/result_details.aspx?ObjectID=09000016805c610b.


Begriff auf Englisch:
Language of schooling

“Language of schooling” denotes the language used for teaching the various school subjects and for the functioning of schools. This language is usually the official language(s) of the State or the region, for example Polish in Poland or Italian in Italy, but may also concern officially recognised regional or minority languages, foreign or migrant languages. Depending on the national or regional context, several languages of schooling are used. (Rec(2014)5)

Begriff auf Französisch:
langue de scolarisation

Par « langue de scolarisation », on entend la langue utilisée pour l’enseignement des différentes matières et pour le fonctionnement des établissements scolaires. Le plus souvent, il s’agira de la ou des langues officielles de l’État ou de la région, par exemple le polonais en Pologne ou l’italien en Italie, mais il peut s’agir aussi de langues régionales ou minoritaires reconnues officiellement, de langues étrangères ou de la migration. Selon les contextes nationaux ou régionaux, plusieurs langues de scolarisation sont utilisées. (Rec(2014)5)

Website der EFSZ-Ressource: Ein Wegweiser für Schulen zur Förderung der Unterrichtssprache(n) (2016-2019)

Sekundarbereich I

„Der Sekundarbereich I beginnt im Alter von etwa 11 oder 12 Jahren und endet in der Regel im Alter von 15 oder 16 Jahren, und dieses Ende fällt häufig mit dem Ende der allgemeinen Schulpflicht zusammen.“

European Education and Culture Executive Agency, Eurydice (2017), Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 144f., verfügbar unter https://data.europa.eu/doi/10.2797/910874.


Begriff auf Englisch:
Lower secondary education “This level typically begins around the age of 11 or 12 and usually ends at age 15 or 16, often coinciding with the end of compulsory education.”
Begriff auf Französisch:
enseignement secondaire inférieur « Les élèves accèdent généralement à ce niveau vers l’âge de 11 ou 12 ans et y restent jusqu’à 15 ou 16 ans, ce qui coïncide souvent avec la fin de l’enseignement obligatoire. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Sekundarbereich II

„Bildungsgänge […] im Sekundarbereich II zielen in der Regel auf den Abschluss der höheren Schulbildung in Vorbereitung auf die Hochschulbildung und/oder den Erwerb beschäftigungsrelevanter Fähigkeiten ab. […] Diese Stufe beginnt im Allgemeinen nach dem Ende der Pflichtschulzeit. Das Eintrittsalter liegt meist bei 15 oder 16 Jahren. Normalerweise sind Eingangsqualifikationen (z. B. Absolvieren der Pflichtschulzeit) erforderlich oder andere Mindestanforderungen zu erfüllen.“

European Education and Culture Executive Agency, Eurydice (2017), Key data on teaching languages at school in Europe – 2017 edition, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 144f, available at https://data.europa.eu/doi/10.2797/910874.


Begriff auf Englisch:
Upper secondary education Programmes at this level “are typically designed to complete secondary education in preparation for tertiary or higher education, or to provide skills relevant to employment, or both. […] This level generally begins at the end of compulsory education. The entry age is typically age 15 or 16. Entry qualifications (e.g. completion of compulsory education) or other minimum requirements are usually needed.”
Begriff auf Französisch:
enseignement secondaire supérieur Les programmes du deuxième cycle de l’enseignement secondaire « sont souvent destinés à enseigner aux participants des connaissances, aptitudes et compétences académiques et/ou professionnelles intermédiaires conduisant à un premier diplôme ou une certification équivalente. […] Ce niveau commence généralement à la fin de l’enseignement obligatoire. L’âge d’admission est normalement de 15 ou 16 ans. Les critères d’admission (par exemple l’achèvement de l’enseignement obligatoire) ou d’autres exigences minimales doivent généralement être satisfaits. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Sichtweisen

Unterschiedliche Standpunkte und Wahrnehmungen in Bezug auf ein und dasselbe Phänomen.


Begriff auf Englisch:
Perspectives

Different points of view and ways of regarding the same phenomena.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Sprachbewusstheit

"[Sprachbewusstheit ist] bemüht darum, Kommunikationsfähigkeit zu fördern, das Wissen und die Sensibilität von Menschen darüber zu erhöhen, wie Sprache in verschiedenen Kontexten und Lebenswelten gebraucht wird, und schließlich, das Niveau positiver, einsichtsvoller Toleranz zu heben. (...) Sie will durch Bildung nicht nur die Fähigkeit fördern, Sprache effektiv zu verwenden, sondern auch den Gebrauch und Missbrauch der Sprache im Kontext des Alltagslebens zu erkennen; sie betont eher, was angemessen ist und weniger, was als korrekt oder inkorrekt angesehen wird"" (Harvey, 1988).
Harvey, P. (1988) Language awareness. English Today. The International Review of the English Language 13 (1), 23-26. [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]" "Sprachbewusstheit ist ein breiter Terminus und es kann angemessen sein, in verschiedenen Kontexten auf verschiedene Elemente zu fokussieren. Hawkins (1999) sieht Sprachbewusstheit als ein 'Pentagon' von fünf Elementen: Beherrschung der Muttersprache; Sprachbewusstheit im Curriculum; Erziehung des Ohrs; Öffnung für Sprachen und Lernen, wie eine Fremdsprache gelernt wird.
In der Publikation ""Language and cultural awareness: practical ideas for classroom use"" (Evans u.a. 2005), nennt Lamb drei Hauptziele von Sprachbewusstheitsprogrammen: Sprache untersuchen: Sprachbewusstheit entwickeln Lernen lernen: Bewusstheit für Sprachenlernen entwickeln Diversität genießen: interkulturelle Bewusstheit und Multilingualismus
Evans, J., Wicksteed, K. and Chambers, P. (2005) Language and cultural awareness: practical ideas for classroom use. (London: Specialist Schools and Academies Trust). Hawkins, E.W. (1999) Foreign Language Study and Language Awareness. Language Awareness 8 (3&4), 124-142. [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]"

"Vor 25 Jahren waren in Großbritannien die unterschiedlichen Sprachlehrkräfte (für Fremdsprachen, Englisch als Erst- und Zweitsprache, ethnische Minderheitensprachen und klassische Sprachen) gänzlich getrennt voneinander, in Schulen, Universitäten und Hochschulen. Lehrkräfte dieser Gegenstände besuchten einander nie im Unterricht um zu hören, was ihre Kollegen über Sprache zu sagen hatten. Sie hatten nicht einmal versucht, sich auf ein gemeinsames Vokabular zu einigen, um über Sprache zu sprechen. In den Jahren seither hat sich wenig verändert, obwohl es einzelne Fortschritte gegeben hat. Pomprey und Moger (in dieser Ausgabe) berichten über ein Pionier-Projekt, in dem Lehrende für Fremdsprachen und für Englisch (als Erst- und Zweitsprache, Anm. des Übersetzers) parallel ausgebildet werden. Unsere ALA-Zeitschrift 'Language Awareness' hat Einfluss auf die Förderung dieser Themen genommen. Aber die Abwesenheit von Kooperation blockiert immer noch die Entwicklung einer kohärenten Sprachlernerfahrung in den Schulen (Hawkins 1999: 124).
Hawkins, E.W. (1999) Foreign Language Study and Language Awareness. Language Awareness 8 (3&4), 124-142. [Übersetzung ins Deutsche: K.-B. Boeckmann]"


Begriff auf Englisch:
Language awareness "[Language awareness is] concerned with fostering communicative ability, increasing people’s knowledge and sensitivity about how language is used in a variety of contexts and environments, and raising levels of positive, informed tolerance. (…) It seeks to promote the ability, through education, not only to use language effectively but also to assess the use and abuse of language in the context of everyday life; it emphasises what is appropriate rather than what is perceived to be correct or incorrect" (Harvey, 1988).
Harvey, P. (1988) Language awareness. English Today. The International Review of the English Language 13 (1), 23-26."

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Sprache

„Systemisch funktionale Linguistik versteht Sprache als Mittel zur Erschließung der Welt. Lernen wird als ein Prozess der Bedeutungsschaffung verstanden, und Sprachenerlernen als die Entwicklung der Fähigkeit angesehen, das Bedeutungsschaffungspotential des Einzelnen in bestimmten Kontexten systematisch auszubauen. Wissen wird verstanden als Bedeutung, als Ressource, die es uns ermöglicht die Welt zu verstehen und am Geschehen zu partizipieren. Jegliches Wissen konstituiert sich in semiotischen Systemen. Der Sprache erwächst dabei eine zentrale Bedeutung.“ (Mohan et al. 2010: 221).


Mohan B. & Leung C. & Slater T. (2010), „Assessing language and content: A functional perspective“, in Amos Paran, Sercu Lies (eds.), Testing the untestable in language education, Multilingual Matters, Clevedon, S. 217-240.


Begriff auf Englisch:
Language

“Systemic Functional Linguistics sees language as a means for learning about the world. It models learning as a process of making meaning, and language learning as building one’s meaning making potential to make meaning in particular contexts. Knowledge is viewed as meaning, a resource for understanding and acting on the world. All knowledge is constituted in semiotic systems with language as the most central.” (Mohan et al. 2010: 221).

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Sprachen (in) der Bildung

Alle Sprachen bzw. Sprachvarietäten, die in der Schule vorkommen: Mutter-/Herkunftssprachen, Regional-/MigrantInnen-/ Minderheitssprachen, Zweit-/ Mehrheitssprachen und Fremdsprachen. Dieser Terminus bezieht sich also nicht nur auf "Bildungssprachen", sondern eben auch auf "mitgebrachte Sprachen" der SchülerInnen, auch wenn sie im Schulcurriculum keinen Platz finden. Die Grafik illustrates the contents of the concept. FR: Langue(s) de l‘éducation - (LE) illustriert die Inhalte des Konzepts.

Michael Fleming: Languages of schooling within a European framework for languages of education: Learning, teaching, assessment. Intergovernmental Conference. Prague, 8-10 November 2007. Report. Strasbourg 2008.


Begriff auf Englisch:
Languages in/ for education All languages/ language varieties present in school: mother tongue(s)/native/ home languages, regional/migrant/minority languages, second/ majority languages and foreign languages. This term does not only refer to "taught" varieties or "Bildungssprachen", but also to all of the languages that pupils bring to school, even if they are not part of the curriculum.

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Sprachenlandschaften

Eine andere Metapher, die zur Studie von Sprachenlandschaften im städtischen Kontext verwendet werden kann, ist das Konzept von Städten als Texte (Mondada, 2000). So betrachtet sind Städte voller Zeichen, die von teilnehmenden BürgerInnen, die die Metropolenshow konsumieren, interpretiert werden müssen. Calvet (1994) berichtet, dass die Texte der Städte nicht jeden gleichermaßen erreichen. Sie sind relativ undurchsichtig und die LeserInnen müssen über kulturelle und sprachliche Instrumente verfügen, um deren Sinn zu verstehen. Die Texte der Städte sprechen ihre Leserschaft an oder schließen diese aus, denn sie wenden sich an spezifische Zielgruppen [...] Indem die Jugendlichen auf mehrere Interpretationen der in mehreren Sprachen dargestellten Texte einer Sprachenlandschaft aufmerksam gemacht werden, wird kritisches Lesen gefördert: sie lernen auf verschiedene Stimmen in ihren Gemeinschaften zu hören (Barton et al., 2000; Comber und Simpson, 2001; Gutierrez und Rogoff, 2003). Durch kritische Leseaktivitäten können junge LeserInnen Spannungen zwischen Einheit und Kontrast in der Gesellschaft und die Rolle des wirtschaftlichen und sozialen Kontexts in der schriftlichen Kommunikation verstehen. SchülerInnen werden ermutigt, zu fragen:

  • Was interessiert AutorIn und LeserIn?
  • Wer entscheidet, welche Sprache(n) in einem Text verwendet werden sollen?

Die Analyse der Sprachenlandschaft zielt darauf ab, unserem Wissen über soziale Mehrsprachigkeit eine weitere Vision hinzuzufügen, indem sie sich auf Sprachenauswahl, Hierarchien von Sprache, Kontaktphänomene, Regeln und Aspekte der Alphabetisierung konzentriert. [...] Es besteht ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Theorie der sprachlichen Identität, der Theorie der sprachlichen Landschaft und dem Sprachenlernen.

Schlüsselwörter

Sichtbarkeit, die städtische Landschaft als Lesetext, Hierarchien der Sprachen, Leseübungen, Sprachenauswahl, Identität und Sprachen


1 Dagenais, Moore, Sabatier, Lamarre & Armand (2009), Linguistic landscape and language awareness, in E. Sohamy & D. Gorter (eds.), Linguistic landscape – Expanding the scenery, Routledge, NY & London, pp. 253-269.

2 Gorter D. (2013), “Linguistic landscapes in a multilingual world”, in Annual Review of Applied Linguistics, Cambridge University Press.


Begriff auf Englisch:
Linguistic landscape

Another metaphor that can be applied usefully to the study of the Linguistic Landscape in metropolitan areas is the notion of cities as texts (Mondada 2000). Viewed in this light, cities are dense with signs that must be deciphered, read and interpreted by citizens who participate in the consumption of the moving, literary spectacle of the metropolis. Calvet (1994) signaled that the texts of cities are not equally accessible to all; they are relatively cryptic and readers must be culturally and linguistically informed to decipher their meanings. The texts of cities define and delimit who their readers are since they address particular audiences. […] Drawing children’ s attention to layered readings of texts in different languages of the linguistic landscape thus entails developing critical literacy so that they learn to listen to the multiple voices in their communities (Barton et al. 2000; Comber and Simpson 2001; Gutiérrez and Rogoff 2003). Critical literacy activities bring to the fore a reading of texts that makes more explicit to young readers the tensions between unity and discord in society and helps them situate the socio-historical contexts of written communication.1

Children are encouraged to ask:

  • What are the interests of the writers and readers of texts?
  • What is at stake for them in producing and decoding texts?
  • Who has power to determine what languages appear in texts?

The study of linguistic landscape aims to add another view to our knowledge about societal multilingualism by focusing on language choices, hierarchies of languages, contact-phenomena, regulations, and aspects of literacy. […] There is a clear link between identity theory, linguistic landscape theory and language learning.2

Key words

visibility, cities as texts, the readers of the texts of cities, layered readings of texts in different languages, critical literacy activities, language choices and hierarchies of languages, identity and languages

Begriff auf Französisch:
paysage linguistique

Une autre métaphore qui peut être utilisée pour l’étude du paysage linguistique dans des contextes urbains, c’est la notion de villes comme des textes (Mondada, 2000). Considérées de cette manière, les villes sont pleines de signes qui doivent être lus et interprétés par les citoyens qui participent et consomment le spectacle des métropoles. Calvet (1994) signale que les textes des villes ne sont pas accessibles de la même manière à tout le monde. Ils sont relativement obscures, et les lecteurs doivent avoir les instruments culturels et linguistiques pour en comprendre le sens. Les textes des villes définissent et délimitent qui sont les lecteurs car ils s’adressent à des publics spécifiques. […] En attirant l’attention des jeunes vers des lectures à plusieurs niveaux des textes en plusieurs langues du paysage linguistique, on aide le développement de la litératie critique : ils apprennent à écouter plusieurs voix dans leurs communautés (Barton et al. 2000; Comber et Simpson 2001; Gutiérrez et Rogoff 2003). A travers des activités de litératie critique, les jeunes lecteurs peuvent comprendre les tensions entre unité et contraste dans la société et le rôle des contextes économiques et sociaux dans la communication écrite. Les élèves sont encouragés à se demander :

  • Qu’est-ce qui intéresse les écrivains et les lecteurs des textes ?
  • Qui a le pouvoir de décider quelle(s) langue(s) utiliser dans un texte ?

L’étude du paysage linguistique a comme but d’ajouter une autre vision à notre connaissance du multilinguisme social en se concentrant sur les choix des langues, les hiérarchies des langues, phénomènes de contact, règles, et aspects de litératie. […] Il y a une relation évidente entre la théorie de l’identité linguistique, la théorie du paysage linguistique et l’apprentissage des langues.

Mots clés

visibilité, paysages urbains comme des textes à lire, différents niveaux de lecture, activités pour la litératie, le choix des langues, identité et langues 

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

Sprachenpolitik einer Schule

In Überarbeitung

„Eine Sprachenpolitik ist eine Absichtserklärung [...]. Sie interessiert sich nicht so sehr für die Ziele, die die SchülerInnen verfolgen, als vielmehr, wie sie sie erreichen werden. [...] Eine Sprachenpolitik ist "ein Dokument, das von dem Schulkollegium verfasst wurde ... [das] Bereiche im Leben und in den Lehrplänen der Schule identifizieren sollte, in denen Sprachen ein Problem darstellen, das um gelöst zu werden eines durch Politik eingeleiteten gemeinsamen Ansatzesbedarf. ... Es ist eine dynamische Absichtserklärung, die die Entwicklungsbedingungen der Schule mitträgt.“

„Die Sprachenpolitik einer Schule muss die Stärken der Schule und der Gemeinschaft, in der sich die Schule befindet, anerkennen und eine klare Anleitung zur Reflexion und Verbesserung von Fähigkeiten und Werten bieten. [...] Die Entwicklung einer umfassenden Sprachenpolitik der Schule kann für SchülerInnen, Kollegium, Eltern und alle, die sich mit der Schule befassen, hilfreich sein. […] Eine Sprachenpolitik auf Schulebene ist eine dynamische Absichtserklärung, die Grundsätze, Ziele und Strategien enthält. Es ist ein von allen geteiltes Dokument und zeigt eine gemeinsame Vision der Rolle und des Status aller in einer Schule unterrichteten Sprachen. Idealerweise stammt dieses Dokument aus Diskussionen, einer Prüfung der Schulsprachen und einer Übung zur Profilbildung. Das Abschlussdokument sollte auch einen Aktionsplan mit Zielen und eine Erklärung darüber enthalten, wer für was bei der Durchführung der Aktivitäten verantwortlich ist.“

Die Sprachenpolitik [...] wird von drei Hauptfaktoren beeinflusst: Sprachpraktiken – das tatsächliche Verhalten von Individuen und Institutionen – Sprachenmanagement – die offiziellen und inoffiziellen Regeln für die Auswahl und Art der Sprachcodes – und Sprachideologien – die [...] Interpretationen, Überzeugungen und Erwartungen, die alle Entscheidungen der Person beeinflussen.

Schlüsselwörter

Gemeinsame Sichtweise, Aktion, Änderung, Hinweise, die Schule und ihre Gemeinschaft, dynamische Aktionsaussage, ein gemeinsam genutztes Dokument, die Sprachpraxis, das Sprachenmanagement, die Sprachideologien


Camilleri Grima Antoinette (2007), Promoting linguistic diversity and whole-school development, “Developing a whole-school policy”, Council of Europe (European Centre for Modern Languages), Graz, available at http://archive.ecml.at/mtp2/ENSEMBLE/results/School-policy.htm.

Corson David (1999), Language policy in schools – A resource for teachers and administrators, LEA publishers, New Jersey.

Hornberger Nancy H., McKay Sandra Lee (2010), Sociolinguistics and language education, Multilingual Matters, Bristol.


Begriff auf Englisch:
Language school policy

Under review

3.1. A language policy is a statement of action [...] It is concerned not so much with where the children in a school [...] are going but more with how they are going to get there. […] A language policy is “a document compiled by the staff of a school, ... [that] identifies areas in the school’s scope of operations and programs where language problems exist that need the commonly agreed approach offered by a policy ... It is a dynamic action statement that changes along with the dynamic context of a school”.

3.2. A whole-school language policy will recognize the existing strengths of both school and community, and will give clear guidelines for further reflecting and improving abilities and values. […] developing a whole-school language policy can be of benefit to pupils, staff, parents and others associated with your school.

[…] A whole-school language policy is a dynamic action statement consisting of principles, aims and strategies. It is a shared document for all stakeholders and expresses a common vision of the role and status of all languages relevant to life within a school. It is ideally developed following organised discussions, a school language audit and a profiling exercise. A healthy policy would be authored and owned by all stakeholders. It should include a rationale for its aims, as well as a declaration about who is responsible to carry out which tasks by when.

3.3. Language policy [...] is shaped by three main factors: language practices, the actual-related behaviour of individuals and institutions; language management, the official and unofficial rules regarding the choice and nature of language codes; and language ideologies [...] the understandings, beliefs and expectations that influence all choices made by language users.

Hornberger and McKay, 2010

KEY WORDS

common vision, action, change, guidelines, school and community, dynamic action statement, shared document, language practices, language management, language ideologies
Begriff auf Französisch:
politique linguistique de l’établissement scolaire

En cours de révision

« Une politique linguistique constitue une déclaration d’intention [...]. Elle ne se soucie pas tant des objectifs que les élèves poursuivent mais plutôt de la manière dont ils les atteindront. […] Une politique linguistique est “un document rédigé par le personnel d’un établissement scolaire … [qui] devrait identifier des domaines dans la vie et les programmes de l’école où les langues posent un problème qui a besoin, pour être résolu, d’une approche commune offerte par une politique. … C’est une déclaration d’intention dynamique qui porte les conditions du développement de l’établissement scolaire. »

La politique linguistique d’un établissement scolaire doit reconnaître les points forts de l’école et de la communauté où se trouve l’école, et devra donner des indications claires pour permettre la réflexion et l’amélioration des habiletés et des valeurs. […] Le fait de développer une politique linguistique globale de l’établissement scolaire peut être utile aux élèves, au personnel, aux parents et à tous ceux qui ont affaire avec l’école.

[…] Une politique linguistique à niveau d’établissement scolaire est une déclaration d’intention dynamique qui contient des principes, des objectifs et des stratégies. C’est un document partagé parmi tous et qui exprime une vision commune du rôle et du statut de toutes les langues enseignées dans un établissement scolaire. Idéalement ce document naît de discussions, d’un audit des langues de l’école, et d’un exercice visant à élaborer un profil. Le document final devrait aussi comprendre un plan d’action avec des objectifs et une déclaration de qui est responsable de quoi dans la realisation des activités.

La politique linguistique [...] est influencée par trois facteurs principaux : les pratiques langagières – le comportement réel des individus et des institutions – la gestion langagière – les règles officielles et non officielles régissant le choix et la nature des codes linguistiques – et les idéologies linguistiques – [...] les interprétations, convictions et attentes qui influent sur tous les choix des locuteurs.

Mots Clés

Vision commune, École et communauté, Déclaration d'intention dynamique, Pratiques langagières, Gestion langagière, Idéologies linguistiques

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

Sprachenprofil der Schule

In Überarbeitung

Ein sprachliches Profil der Schule ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer umfassenden Sprachenpolitik für die Schule selbst. Durch ein globales Profil der Schule kann die eigene politische Verwaltung (Corson 1990: 62) erklärt werden, was Transparenz garantiert, eine gewisse Kohärenz ergibt und die Entwicklung einer Schulsprachenpolitik zu einem gemeinsamen Ziel macht.

Zur Entwicklung einer Sprachenpolitik, die der Philosophie der Schule und des OIB (internationalen Abiturs) für den Sprachenunterricht entspricht und sicherstellen, dass die daraus resultierenden Praktiken effektiv in der Gemeinschaft umgesetzt werden, ist es wichtig, ein gründliches Verständnis des Kontextes zu haben, in dem sich die Schulgemeinschaft befindet. Daher empfehlen wir den Schulen, ein umfassendes sprachliches Profil der Schulgemeinschaft zu erstellen, die folgende Punkte abzudecken:

  • zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Sprachbedürfnisse der SchülerInnen, die an den OIB-Programmen teilnehmen, sind folgende Aspekte notwendig:
    • Informationen zu den Unterrichtssprachen;
    • die Sprachen, in denen innerhalb der Schule und außerhalb der Schule kommuniziert wird;
    • die verschiedenen Muttersprachen und weitere in der Gemeinschaft gesprochene Sprachen;
  • andere sprachliche Bedürfnisse der Gemeinschaft (unter Berücksichtigung der geltenden Gesetze);
  • Schulpraxis im Fremdsprachenunterricht und Fremdsprachenlernen:
    • wie werden Sprachkursen für Lernende ausgewählt und geplant,
    • was sind die Konventionen in den Bereichen Rechtschreibung und Bibliographie,
    • wie stellt die Schule bibliografische Quellen dar;
    • wie sollen Sprachen an der Schule verwendet werden und was sind die Erwartungen in diesem Bereich;
  • die methodischen Überzeugung der Schule in Bezug auf Lehren und Lernen von Sprachen;
  • jede andere Politik, die sich direkt mit Lehren und Lernen von Sprachen befasst, wie die Zulassungspolitik und die Schulbewertungspolitik.

Schlüsselwörter

Transparenz, sprachliche Bedürfnisse, gängige Praktik beim Sprachenlehren/-lernen, Bildungspolitik


Grima Antoinette Camilleri (2007), Promoting linguistic diversity and whole-school development, Council of Europe (European Centre for Modern Languages), Graz, available at http://archive.ecml.at/mtp2/ENSEMBLE/results/School-profile.htm.

Langues et apprentissage dans les programmes de l’OIB, 2011, http://sites.cssmi.qc.ca/pdm/IMG/pdf/LANGUE_ET_APPRENTISSAGE.pdf.


Begriff auf Englisch:
Language school profile

Under review

4.1. Having a school language profile is seen as an initial step to developing a whole-school language policy. Having a means of developing a whole-school profile is one way of declaring “a policy about policy making” (Corson 1990: 62), allowing for transparency and giving cohesion and purpose to the school’s language development activity.

4.2. “It is therefore recommended that schools compile a comprehensive language profile of the school community that identifies the following points:

  • the diversity of language needs for students following the IB programme(s). This should include:
    • information on the languages of teaching and learning
    • the languages of communication used in the school and outside the classroom
    • the range and types of mother tongue and other languages in the community
  • the other language needs of the community (including any legal requirements as a result of government legislation)
  • current practices relating to language teaching and learning, for example:
    • practices relating to the choice and planning of language courses for learners
    • spelling and referencing protocols
    • preferred bibliographic styles
    • rules and expectations about language use around the school
  • beliefs held about language teaching and learning
  • other policies that relate directly to language teaching and learning such as admissions and assessment policies.

KEY WORDS

language needs, current practices in language teaching and learning, beliefs, policies

Begriff auf Französisch:
le profil linguistique de l’école

En cours de révision

« Le fait d’avoir un profil linguistique de l’établissement scolaire est le point de départ pour développer une politique linguistique globale pour l’établissement lui-même. Faire un profil global de l’école permet d’expliciter sa propre gestion politique (Corson 1990: 62), ce qui garantit la transparence et donne une certaine cohérence et fait du développement d’une politique linguistique d’école un objectif commun ».

Afin d’élaborer une politique linguistique qui soit en adéquation avec la philosophie de l’établissement et de l’OIB en matière d’éducation langagière, et de s’assurer que les pratiques qui en découlent soient mises en œuvre efficacement au sein de l’établissement, il est indispensable d’avoir une compréhension approfondie du contexte dans lequel évolue la communauté scolaire concernée. Par conséquent, nous recommandons aux établissements d’établir un profil linguistique complet de la communauté scolaire qui devra couvrir les points suivants :

  • la diversité des besoins langagiers des élèves suivant le ou les programmes de l’OIB. Il est nécessaire de fournir :
    • des informations sur les langues d’enseignement et d’apprentissage ;
    • les langues utilisées pour communiquer au sein de l’établissement et en dehors du cadre scolaire ;
    • les différentes langues maternelles et les autres langues parlées dans la communauté ;
  • les autres besoins langagiers de la communauté (en prenant en compte la loi en vigueur) ;
  • les pratiques en vigueur dans l’établissement en matière d’enseignement et d’apprentissage des langues, par exemple :
    • les pratiques régissant le choix et la planification des cours de langue proposés aux apprenants ;
    • les conventions orthographiques et bibliographiques ;
    • les préférences de l’établissement en matière de présentation des sources bibliographiques ;
    • le règlement sur l’usage des langues au sein de l’établissement et les attentes dans ce domaine ;
  • les convictions de l’établissement en matière d’enseignement et d’apprentissage des langues ;
  • toute autre politique directement concernée par l’enseignement et l’apprentissage des langues, telle que la politique d’admission et la politique d’évaluation de l’établissement.

Mots clés

cohésion, objectif, transparence, diversité des besoins langagiers, pratiques courantes, valeurs

Website der EFSZ-Ressource: Fremdsprachenfreundliche Lernumgebungen (2016-2019)

Sprachenunterricht

Das Unterrichten einer Sprache im schulischen oder außerschulischen Bereich.


Begriff auf Englisch:
Language teaching

The teaching of a language in school or outside.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Sprachliche Dimension in den Fächern

Das folgende Zitat hebt hervor, was mit der sprachlichen Dimension in den Fächern gemeint ist:

„[…] jedes Fach in der Schule ist verantwortlich für das Erreichen der Ziele des betreffenden Fachs in Bezug auf den Wissensaufbau und auf die Schaffung von Bedeutung im vollen Sinne des Wortes, aber auch in Bezug auf eine erfolgreiche Schulbildung und eine qualitativ hochwertige Bildung im Allgemeinen. Sprachliche Anforderungen wie das Lesen und Verstehen von Sachtexten, das Hören von Erklärungen, das mündliche Zusammenfassen oder Beantworten von Fragen und die Präsentation von Ergebnissen stehen im Zusammenhang mit dem fachlichen Lernen und werden in jedem Unterricht praktiziert. Die sprachliche Dimension im Lehren und Lernen von Fachgebieten ist ebenso bedeutsam wie die Sprache als Fach selbst.“ (Beacco et al. 2016: S. 21; Übersetzung aus dem Englischen)


Beacco J.-C., Fleming M., Goullier F., Thürmann E. & Vollmer H. (2016), A handbook for curriculum development and teacher training – The language dimension in all subjects, Council of Europe, Strasbourg, https://rm.coe.int/a-handbook-for-curriculum-development-and-teacher-training-the-languag/16806af387.


Begriff auf Englisch:
Language dimension in subjects

The following citation highlights what is meant by the language dimension in subjects:

“[…] each subject in school is responsible for achieving the goals of that particular subject in terms of knowledge building and meaning-making in the full sense of the term, but also in terms of meeting the goals of successful schooling and of quality education in general. Language requirements such as reading and understanding expository texts, listening to explanations, summarizing or answering questions orally and presenting results are present in all classrooms, in connection with content work. The language dimension in teaching and learning subject-matter is of equal importance as in language as subject itself.” (Beacco et al. 2016: 21)

Begriff auf Französisch:
dimension linguistique des disciplines

La citation suivante souligne ce que l’on entend par la dimension linguistique des disciplines :

« Il incombe […] à chaque discipline scolaire d’atteindre les objectifs fixés pour la discipline en question, à savoir l’acquisition des connaissances, en s’attachant à leur “donner un sens ”, mais aussi, plus généralement, de favoriser la réussite scolaire et d’offrir une éducation de qualité. Les prérequis linguistiques, comme lire et comprendre des textes descriptifs, écouter des explications, résumer ou répondre à des questions oralement et présenter des résultats, sont présents dans toutes les classes, en relation avec le travail sur les contenus. Ainsi, la dimension linguistique dans l’enseignement et l’apprentissage des diverses matières scolaires est-elle tout aussi importante que dans l’enseignement et dans l’apprentissage d’une langue comme discipline. » (Beacco et al. 2016: 21)

Website der EFSZ-Ressource: Ein Wegweiser für Schulen zur Förderung der Unterrichtssprache(n) (2016-2019)

Staatssprache

„Sprachen, derer offizieller Status für das gesamte Gebiet eines Staates gilt. Jede Staatssprache ist zugleich auch Amtssprache.“

European Education and Culture Executive Agency, Eurydice (2017), Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Eurydice-Bericht, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 141ff., verfügbar unter https://data.europa.eu/doi/10.2797/910874.


Begriff auf Englisch:
State language “Any language with official status throughout an entire country. Any state language is an official language.”
Begriff auf Französisch:
langue d’État « langue qui bénéficie du statut officiel dans l’ensemble d’un pays. Toute langue d’État est une langue officielle. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Stärkung, Empowerment

Der Prozess, bei dem eine Lehrkraft im eigenen Klassenzimmer fachlich kompetenter und autonomer wird und in die Lage versetzt wird, auf Bildungsreformen einzuwirken.


Begriff auf Englisch:
Empowerment

The process whereby a teacher becomes stronger and more autonomous in their own classroom and is able to create educational change.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Strategien

Alle Mittel, die eingesetzt werden können, um Erfolg zu erzielen, Qualität zu erreichen und sie zu sichern. Wege und Möglichkeiten ein Problem zu lösen.


Begriff auf Englisch:
Strategies

All means that can be adopted to achieve success and to maintain and ensure quality. Means and methods to solve a problem.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Tertiäre Ausbildung

Kurzstudiengänge:
Programme auf dieser Stufe sind „häufig so ausgelegt, dass sie den Studierenden berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen vermitteln. In der Regel sind sie praktisch ausgerichtet und berufsspezifisch orientiert und bereiten die Studierenden auf den Arbeitsmarkt vor. Allerdings können diese Bildungsgänge auch einen Zugang zu anderen tertiären Bildungsgängen bieten“.

Bachelor- bzw. gleichwertiges Bildungsprogramm:
Programme auf dieser Stufe sind „oft so ausgelegt […], dass sie Studierende mit mittleren akademischen und/oder beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen ausstatten, welche zu einem ersten Hochschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss führen“.

Master- bzw. gleichwertiges Bildungsprogramm:
Programme auf dieser Stufe sind ”oft so ausgelegt, dass sie Studierende mit fortgeschrittenen akademischen und/oder beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen ausstatten, welche zu einem zweiten Hochschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss führen“.


European Education and Culture Executive Agency, Eurydice (2017), Schlüsselzahlen zum Sprachenlernen an den Schulen in Europa – Ausgabe 2017, Eurydice-Bericht, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, S. 144f., verfügbar unter https://data.europa.eu/doi/10.2797/910874.


Begriff auf Englisch:
Tertiary education

Short-cycle tertiary education:
Programmes at this level “are often designed to provide participants with professional knowledge, skills and competencies. Typically, they are practice-based and occupation-specific, preparing students to enter the labour market. However, these programmes may also provide a pathway to other tertiary education programmes.”

Bachelors’ or equivalent level:
Programmes at this level “are often designed to provide participants with intermediate academic and/or professional knowledge, skills and competencies, leading to a first degree or equivalent qualification.”

Master's or equivalent level:
Programmes at this level, “are often designed to provide participants with advanced academic and/or professional knowledge, skills and competencies, leading to a second degree or equivalent qualification.”

Begriff auf Französisch:
enseignement supérieur

Enseignement supérieur de cycle court :
Les programmes de l’enseignement supérieur de cycle court « sont souvent conçus pour enseigner aux participants des connaissances, aptitudes et compétences professionnelles. Habituellement, ils sont fondés sur la pratique, sont professionnellement spécifiques et préparent les étudiants à entrer sur le marché du travail. Toutefois, ces programmes peuvent aussi représenter une passerelle vers d’autres programmes de l’enseignement supérieur. »

Niveau licence ou équivalent :
Les programmes du niveau licence ou équivalent « sont souvent destinés à enseigner aux participants des connaissances, aptitudes et compétences académiques et/ou professionnelles intermédiaires conduisant à un premier diplôme ou une certification équivalente. »

Niveau master ou équivalent :
Les programmes du niveau master ou équivalent « sont souvent destinés à enseigner aux participants des connaissances, aptitudes et compétences académiques et/ou professionnelles conduisant à un deuxième diplôme ou une certification équivalente. »

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Translanguaging

“Der Ausdruck translanguaging, in seiner Originalbedeutung nach Cen Williams (1994), bezieht sich auf bilinguale methodisch-didaktische Verfahren, bei denen Schüler Unterricht, Texten oder Aufgaben in einer Sprache ausgesetzt sind und die Arbeit dazu in einer anderen Sprache durchführen […] Input und Output werden absichtlich in verschiedenen Sprachen gehalten und systematisch variiert. (Baker 2001, 281; 2003, 82)”. (Hornberger & Link 2012: 268). Heutzutage wird translanguaging oft benutzt um “die gewöhnliche und normale bilinguale Praxis ohne funktionelle Trennung der Sprachen zu beschreiben.” (Creese & Blackledge 2010).


Creese A. & Blackledge A. (2010), “Translanguaging in the Bilingual Classroom: A pedagogy for learning and teaching”, The Modern Language Journal, Vol. 94/1, pp. 103-115.

Hornberger N. H. & Link H. (2012), “Translanguaging and transnational literacies in multilingual classrooms: A biliteracy lens”, International Journal of Bilingual Education and Bilingualism, Vol. 15/3, pp. 261-278.


Begriff auf Englisch:
Translanguaging

“The term translanguaging, as originally proposed by Cen Williams (1994), refers to Welsh-English bilingual pedagogical practices where students hear or read a lesson, a passage in a book or a section of work in one language and develop their work in another […] input and output are deliberately in a different language and are systematically varied (Baker 2001, 281; 2003, 82)” (Hornberger & Link 2012: 268). Nowadays translanguaging is often used to “describe the usual and normal practice of ‘bilingualism without diglossic functional separation’” (Creese & Blackledge 2010).

Website der EFSZ-Ressource: Pluriliterales Lernen im Sachfach (2012-2015)

Triangulation

Die Triangulation beinhaltet in der Regel die Kombination von Methoden der Datenerfassung (z.B. Fragebögen und Interviews). Das kann auch das Kombinieren von unterschiedlichen Theorien bedeuten. Die Absicht ist, eine Vielfalt an Perspektiven in Hinblick auf die von der Lehrkraft untersuchte Problemstellung aufzuzeigen (Capobianco & Feldman, 2006). Triangulation ermöglicht auch Vergleiche und Kontrastierungen (Elliott, 1991).
[Übersetzung des ARC-Teams]


Begriff auf Englisch:
Triangulation

Triangulation usually involves combining methods of data collection (e.g. questionnaires and interviews). It can also refer to combining different theories. Triangulation aims to provide a variety of perspectives on the educational problem being investigated by teacher researchers (Capobianco & Feldman, 2006). It also allows for comparing and contrasting (Elliott, 1991).

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Übergänge

„Auf ihrem Bildungsweg erleben alle Lernenden verschiedene Übergänge. [...] Bei allen Übergangsformen stellt sich die Frage nach der Kontinuität bzw. dem Bruch an den Schnittstellen.“ Unser Projekt beschäftigt sich mit den Übergängen von der Primarstufe zur Sekundarstufe, von der Sekundarstufe zum Tertiären Ausbildungsbereich (siehe Ausbildungsstufen) und schließlich zum Arbeitsmarkt.

Kolb Elisabeth (2016), „Schulische Übergänge”, in Burwitz-Melzer Eva, Mehlhorn Grit, Riemer Claudia, Bausch Karl-Richard, Krumm Hans-Jürgen (Hrsg.), Handbuch Fremdsprachenunterricht, 6., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Francke, Tübingen, S. 192.


Begriff auf Englisch:
Transitions “All learners experience different transitions on their educational path. [...] In all forms of transitions, the question of continuity or discontinuity arises at the interfaces.” Our project is concerned with the transition from primary to secondary, from secondary to tertiary (see levels of education), and finally to the labour market.
Begriff auf Französisch:
transitions « Tous les apprenants vivent des transitions différentes sur leur parcours éducatif. [...] Dans toutes les formes de transitions, la question de la continuité ou de la discontinuité se pose aux interfaces. » Notre projet porte sur la transition du primaire au secondaire, du secondaire au tertiaire (voir niveaux d'enseignement), et enfin au marché du travail.

Website der EFSZ-Ressource: CLIL in anderen Sprachen als Englisch – erfolgreiche Übergänge zwischen den Bildungsstufen (2020-2022)

Unterrichtssprache(n)

„Um andere Gegenstände als die Sprache selbst zu unterrichten, benützen Schulen eine linguistische Varietät, die in der Regel die (oder eine der) Amtssprachen(n) ist. Für Migrantenkinder (deren Erstsprache nicht die Sprache ist, die in der Schule verwendet wird, wurden Angebote entwickelt, in denen die Muttersprache diese Rolle übernimmt, um ihnen die Dinge zu erleichtern, obwohl einige Familien dies als Hindernis für ihre Integration im Aufnahmeland ansehen können“ (Beacco & Byram 2003, 56, Übersetzung: K.-B. Boeckmann). "Die Unterrichtssprache ist oft identisch mit der „sogenannten Muttersprache“ [=> Nationalsprache(n), Amtssprache(n)], die zwar oft die Muttersprache einer Mehrheit der Kinder im Land ist [=> Mehrheitssprache(n)], aber nicht unbedingt in der einzelnen Schule oder Klassenzimmer. Das Angebot von Muttersprachunterricht (d.h. Muttersprache als Unterrichtsgegenstand) für diejenigen, die nicht zu dieser Mehrheit zählen, ist keinesfalls in allen Ländern garantiert. Normalerweise gibt es noch weniger Angebot an Unterricht mittels der Muttersprache für Kinder, die Minderheitensprachen sprechen, d.h. Lehre anderer Gegenstände durch das Medium der Muttersprache. Die Definition scheint also etwas optimistisch, vor allem in Hinblick auf „Migrant/inn/en“ im Gegensatz zu autochthonen Minderheiten. Zusätzlich gibt es Schulen mit einem Fremdsprachenprofil, in denen die Unterrichtssprache eine andere ist als die => Nationalsprache(n), Amtssprache(n) des Landes und die Methode der Immersion angewendet wird um die Zweit-/ Fremdsprachkompetenzen der Studierenden zu fördern. Diese Immersionsprogramme unterrichten die regulären Unterrichtsfächer in einer Zweit-/ Fremdsprache als Unterrichtsmedium für eine Mehrheit. Die Verwendung des englischen Worts „immerse“ im Zusammenhang mit Schüler/inne/n aus sprachlichen Minderheiten (wie im englischen Originalzitat im Beispiel) kann daher irreführend sein. Der Terminus „Migrant/inn/en“, der in den obigen Zitaten verwendet wird, ist problematisch, weil er das „Nicht-Dazugehören“ betont und daher bei Gruppen, die eine andere Sprachen als die Mehrheitsbevölkerung benutzen, Anstoß erregen kann."

„Es gibt (…) viele Programme in denen die Amtssprache als Unterrichtssprache benützt wird: in Situationen, in denen Lernende, die eine Minderheitensprache sprechen, sozusagen in die amtliche Schulsprache eingetaucht werden, wird ihre Erstsprache, wenn sie in der Gemeinschaft nicht gebraucht wird, zum Aussterben tendieren (…) oder im gegenteiligen Fall führt der Erwerb der Sprachvarietät, die im Aufnahmeland gesprochen wird (…), nicht zum Verlust der Erstsprache“ (Language Policy Division (2003), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version. Council of Europe. Strasbourg, 56. Hier herunterladen. (Zugriff: 30. März 2009, Übersetzung: K.-B. Boeckmann)


Begriff auf Englisch:
Language(s) of instruction "There are (…) many programmes in which the official language is used as the language of instruction: in situations in which learners who are speakers of a minority language are, as it were, immersed in the official school language, their first language will, if it is not in use in the community, tend to die out (…) or, conversely, acquisition of the linguistic variety used in the host country (...) will not lead to the loss of the first language“ (Language Policy Division (2003), Guide for the development of language education policies in Europe - from linguistic diversity to plurilingual education. Main Version, Council of Europe. Strasbourg, 56. Download here. (Access date: March 30, 2009).

Website der EFSZ-Ressource: Die Mehrheitssprache im vielsprachigen Umfeld (2008-2011)

Vernetzung

Entwicklung oder Aufrechterhalten informeller Beziehungen, vor allem zwischen Personen, für die Kontakte und Kooperationen vorteilhaft sind, beispielsweise in Bezug auf die Qualität und Ergebnisse ihrer beruflichen Arbeit. Diejenigen, die sich aktiv vernetzen, haben bessere Möglichkeiten, Informationen auszutauschen und gebündelte oder zentral gespeicherte Informationen oder eine gemeinsame Wissensdatenbank zu teilen.


Begriff auf Englisch:
Networking

This involves the development or maintenance of informal relationships, especially among people for whom such connections and collaboration could bring advantages such as improved work performance or enhanced results. It provides opportunities with a focus on enabling participants to exchange information or to share access to a central store of information or common knowledge bank.

Begriff auf Französisch:
travail en réseau

Ce processus implique le développement ou la maintenance de relations informelles, en particulier entre des personnes pour lesquelles ce type de connections et de collaboration peut présenter des avantages tels qu’une amélioration de la performance au travail ou de meilleurs résultats. Il offre des opportunités en permettant notamment aux participants d’échanger des informations ou de partager l’accès à une collection centrale d’informations ou à une banque de connaissances commune.

Website der EFSZ-Ressource: Sprachennetzwerke stärken (2008-2011)

Werkzeug, Materialien

Im Falle der Aktionsforschung gibt es bestimmte Werkzeuge und Methoden, die eingesetzt werden können, um den eigenen Unterricht effektiv zu untersuchen.


Begriff auf Englisch:
Tool

In the case of action research, there are particular tools and methods which can be utilised to conduct effective investigations into one’s own teaching.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

Wirkung

Der Einfluss einer Lehrperson auf die Lernenden; der Einfluss der Aktionsforschung auf die Praxis des Unterrichts.


Begriff auf Englisch:
Impact

The influence of a teacher on learners; the influence of action research on classroom practice.

Website der EFSZ-Ressource: Aktionsforschungsnetzwerke für SprachenlehrerInnen (2016-2019)

 Shortcut: www.ecml.at/glossaries 

Bitte beachten Sie: Die Begriffe und Definitionen wurden im Rahmen bestimmter Projekte erstellt. Daher sind einige Begriffe öfter als einmal aufgeführt und bieten verschiedene Definitionen und unterschiedliche Ansätze, z. B. wissenschaftliche und theoriegestützte Definitionen, politikorientierte Definitionen oder Definitionen für Kommunikationszwecke in praktischen Kontexten. 

Zu jedem Eintrag gibt es einen Link zur Website der Ressource, auf der der Kontext und der Geltungsbereich des jeweiligen Begriffs, für den er definiert wurde, dargestellt sind.


Cite this resource