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ARPIDE-Workshop in Graz bringt Sprachenpolitik näher an die Unterrichtspraxis

Author: Stefanie Plut/Freitag, 24. April 2026/Categories: German language, Plurilingual education, ECML programme 2024-2027, Using ECML resources to support plurilingual and intercultural education for democratic culture

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Der zweitägige Workshop des ARPIDE-Projekts, der am 14. und 15. April 2026 im Europäischen Fremdsprachenzentrum des Europarats in Graz stattfand, brachte Teilnehmer:innen aus ganz Europa zusammen, um zu erörtern, wie der Übergang von der Politik zur Praxis in der mehrsprachigen und interkulturellen Bildung für eine demokratische Kultur gestaltet werden kann. Als Teil des EFSZ-Programms „Sprachliche Bildung als Herzstück der Demokratie“ bot der Workshop einen Rahmen, um die ersten Ergebnisse des ARPIDE-Projekts zu betrachten. Das während des Workshops gesammelte Feedback wird in die weitere Verfeinerung der Instrumente und die Entwicklung der ARPIDE-Onlineplattform einfließen, um deren Relevanz und Nutzbarkeit in einem breiten Spektrum von Bildungskontexten sicherzustellen. 

Der Workshop basierte auf den Grundsätzen und Maßnahmen der Empfehlung CM/Rec(2022)1 über die Bedeutung der plurilingualen und interkulturellen Bildung für die demokratische Kultur. Die Veranstaltung schuf einen Raum für Zusammenarbeit, in dem sich die Teilnehmenden mit diesen Grundsätzen auseinandersetzen und überlegen konnten, wie diese in konkrete pädagogische Praktiken umgesetzt werden können.

Am ersten Tag wurden die Teilnehmer:innen in die Ziele des ARPIDE-Projekts eingeführt und erhielten einen Überblick über mehrsprachige und interkulturelle Bildung für eine demokratische Kultur. Das Projektteam bot wertvolle Einblicke in die institutionellen und unterrichtsbezogenen Realitäten der Teilnehmer:innen und hob dabei sowohl gemeinsame Herausforderungen als auch kontextspezifische Bedürfnisse hervor. Am Nachmittag lernten die Teilnehmenden ARPI, den ARPIDE-Chatbot, kennen und testeten dessen Potenzial für die Identifizierung relevanter Materialien des EFSZ. Während das Tool als vielversprechende Hilfe bei der Orientierung im breiten Spektrum der verfügbaren Materialien anerkannt wurde, zeigten die Diskussionen auch Bereiche auf, in denen noch Entwicklungsbedarf besteht, darunter die Notwendigkeit einer besseren Benutzerfreundlichkeit und Reaktionsfähigkeit.

Der zweite Tag konzentrierte sich auf die verschiedenen Phasen des ARPIDE-Pfades als Instrument zur Verknüpfung von Sprachenpolitik und Praxis. Nach einer Einführung in den Pfad wurden die Teilnehmenden in Gruppen entsprechend ihren beruflichen Profilen eingeteilt, um daran zu arbeiten, ihre eigenen Bedürfnisse zu identifizieren, diese mit relevanten Prinzipien und Maßnahmen zu verknüpfen und Materialien des EFSZ zur Unterstützung ihrer Arbeit auszuwählen. Durch praktische Aufgaben, Reflexion und den Austausch unter Gleichgesinnten untersuchten die Teilnehmer:innen, wie angepasste Ressourcen mehrsprachige Praktiken unterstützen, das interkulturelle Verständnis fördern und zur Bildung für eine demokratische Kultur auf Klassen-, Schul- und Systemebene beitragen können. Ein Schwerpunkt lag auf der Anpassung von Materialien an spezifische sprachliche, institutionelle und pädagogische Kontexte, wobei betont wurde, dass eine effektive Umsetzung nicht nur davon abhängt, relevante Materialien zu finden, sondern diese auch kritisch zu reflektieren, zu analysieren und anzupassen. Die Auseinandersetzung mit einer Vorlage für die Verbreitung von Ergebnissen half den Teilnehmenden zudem dabei, zu überlegen, wie sie ihre Arbeit innerhalb ihrer eigenen Einrichtungen und beruflichen Netzwerke teilen könnten. Der Workshop endete mit einer reflektierenden Diskussion über den ARPIDE-Prozess, in der die Teilnehmenden ihre Erkenntnisse austauschten.

Der Workshop stellte einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des ARPIDE-Projekts dar, der erneut die Bedeutung der Unterstützung von Pädagog:innen nicht nur durch Materialien, sondern auch durch strukturierte Rahmenwerke unterstreicht, die Komplexität anerkennen, professionelles Urteilsvermögen respektieren und kontextuelle Vielfalt wertschätzen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in die weitere Verfeinerung des ARPIDE-Pfades und der zugehörigen Materialien einfließen und deren Relevanz und Nutzbarkeit in einem breiten Spektrum europäischer Bildungseinrichtungen fördern.

Autor:innen: Das ARPIDE-Team des EFSZ 

  • EFSZ-Webseite „EFSZ-Ressourcen zur Förderung von mehrsprachiger und interkultureller Bildung für eine Kultur der Demokratie“ (2024-26) (verfügbar auf Deutsch und Englisch, mit französischer Zusammenfassung) : www.ecml.at/arpide
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